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Bewegung nähern sich von der rechten Seite her die Hirtenden Ruinen, in welchen das Christkind zur Welt kam. Hintereiner Säule machen sich der Ochs und der Esel bemerkbar,den Hintergrund füllen theils eine schmale Strasse mit statt-lichen Bauten, theils das freie Feld, auf welchem ein Engelden Hirten erscheint.
Auf dem linken Flügel kniet der Stifter TommasoPortinari in schwarzem Rocke, hinter ihm zwei Knaben eben-falls in Schwarz gekleidet. Der Apostel Matthias mit derLanze und der h. Antonius mit dem Glöckchen, zwei mächtigeGestalten, sind aufrecht dargestellt. Im Hintergrund erblicktman ganz klein die Flucht nach Aegypten . Der rechteFlügel zeigt die Stifterin in burgundisclier Kopftracht, eng-anliegendem violetten Sammtkleid und reichem Halsschmuck,ihr zur Seite das kleine Töchterchen, sodann aber wiederstehend die Schutzheiligen, die h. Magdalena und Marga-retha. In der Landschaft des Hintergrundes sind miniatur-artig einzelne Episoden aus dem Leben Jesu gemalt.
Die Composition des Bildes zeigt w T eder grosse Vor-züge noch grobe Fehler. Die Figuren erscheinen sorgfältigvertheilt, und in den angemessenen Verhältnissen, sie sindrichtig gezeichnet, von individuellem Ausdrucke und gut inHandlung gesetzt. Eine auffallende Ungleichheit bemerktman in der Bildung der weiblichen und männlichen Ge-stalten. Jene besitzen bei allem fast überschiessendenRealismus der Köpfe einen gewinnenden Zug und steigendurch die gefällige Haltung und Bewegung, durch denschlanken Körperbau über den gewöhnlichen Durchschnitt.Weniger befriedigen die männlichen Figuren. Das Christkindist wie meistens schlecht gebaut, mit hässlichen Gliedmaassenausgestattet, in den Hirten prägen sich noch gemeinereNaturen aus. Auch an dem künstlichen und eckigen Falten-würfe der Gewänder nimmt man Anstoss. Diese Mängelwerden nicht wie in den Bildern J an van Eyck’s durch dieReize der Farbe und des Lufttones verdeckt. Möglich, dass