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der Fronte der beiden Thore: Walpoorte und Torrepoorte,dem Hugo van der Goes wurden die mannigfachen allegorischenund historischen Bilder in den Strassen, durch welche derHochzeitszug sich bewegte, übertragen. 1 Dieses Mal empfingHugo 14, De Rycke nur 5 livres de gros.
Yon dieser Zeit an wurde Hugo, wie es scheint, fastausschliesslich von den Schöffen der Stadt Gent verwendet,wenn es öffentliche Schaustellungen galt. Als 1468 einpäpstlicher Ablass in Gent verkündigt wurde, malte er diepäpstlichen Wappenschilde, welche über den Thiiren derGenfer Kirchen prangten. Eine grössere Zahl von Wappen-schilden und allegorischen und historischen Figuren ausAnlass öffentlicher Feste fertigte er in den folgenden Jahren(1470, 72, 74). So bei einem von der Genfer Rhetorik-kamer gegebenen Spiele, bei dem Einzuge Karl des Kühnen,hei dem Begräbnisse Philipp des Guten, dessen Leiche, ehesie nacli Dijon übertragen wurde, in der Collegiatkirche derh. Pharailde im Pompe ausgesetzt war. Auch in der Lucas-gilde von Gent stieg er allmälig zu Ehrenämtern empor.Im Jahre 1468 wurde er zum Schiedsmann, bald daraufzum Unterdechant und endlich durch drei auf einander fol-gende Jahre 1473—1475 zum Dechant erwählt. Da dasZunftgesetz zum Schiedsmann nur denjenigen wählbar be-stimmte, welcher bereits ein Jahr lang der Zunft angehörte,in die Zunft wieder nur jener eingeschrieben werden konnte,der wenigstens schon ein Jahr in Gent lebte, so folgern wirdaraus, dass die Uebersiedelung Hugo’s nach Gent spätestens1466 erfolgte. 2
Gegen das Ende seines thätigen Lebens trat Hugo indas Augustinerkloster zu Roodendale (Rooden Clooster) inder Nähe von Brüssel und verblieb hier bis an seinen Tod.Was ihn vermocht hatte, die Kutte zu nehmen, ist niemals
1 Busscher, Recherche« p. 105 nach
den Rechnungen der GenterCommune,
2 Busscher p. 113. 117.