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Die Londoner Nationalgalerie führt in ihrem Katalogezwei Werke von Hugo van der Goes an. Auf welche Autoritäthin das Bild eines betenden Dominicanermönches, welchesin der Wallersteinschen Sammlung unter Memling’s Namenging, auf van der Goes umgetauft wurde, ist uns unbekannt . * 1Auch das andere Bild, eine Madonna auf dem Throne zwischendem heiligen Petrus und Paulus , von welchen der letztereknieend dem Cristkind eine Nelke darreicht, offenbart keineSpur von Hugo’s Technik. Das Fleisch ist trocken gemalt,die Ornamente stark erhoben nach der Weise eines schwachenSchülers Memling’s . 2 *
Die Reste eines Triptychon in der Belvederegalerie awurden früher ebenfalls auf Hugo van der Goes geschrieben.“ 1 *,aX . 0Die Mitteltafel: Madonna unter einem Thronhimmel, mitdem Kinde auf dem Schoosse, welchem ein Engel einenApfel reicht, streift in der Haltung stark an ein gleich-namiges Bild Memling’s in der Uffizigalerie an. Die Tafelbesitzt ganz die Feinheit, welche Memling eigenthiimlichist, und scheint aus seiner AVerkstätte hervorgegangen . 2Diese Vermuthung wird durch die (abgetrennten) Flügelbestätigt . 4 Johannes der Täufer mit dem Lamme, und derEvangelist mit dem Kelche sind einfache Wiederholungen(sogen. Replicas) der Gestalten, welche Memling zweimal,in der Vermälung der h. Catbarina in Brügge und auf demAltarbilde in Chiswick geschaffen hatte. Von den Flügelnsollen die Aussenseiten wieder abgetrennt sein. Sie zeigen
Goes 1472 ist offenbar gefälscht.Es wird jetzt auch im Katal. Mem-ling zugeschrieben und soll später(Cap. Memling) noch einmal erwähntwerden.
1 London , Nat.-Gal. Nr. 710. Holz.13i/ 2 " h. — 10 1 / 2 " br. Halbfigur.
2 Ebend. Nr. 774. Holz. 2'3i/ 2 "h.
— 1'8V 2 " br. Hinter dem Throneeine gothische Architectur, auf der
Beite Landschaft. Das Bild stammt