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man aus dem Kopfe des li. Petrus heraus, die Madonnaist von Liebe und Muttergefühl erfüllt, der Täufer und dieihm nächstsitzenden Apostel gehören zu den tüchtigstenSchöpfungen der Schule und offenbaren viel kühnere undfreiere Bewegungen als sie sonst bei den altflandrischenMeistern angetroffen werden. Die Farben der Gewändersind ebenso harmonisch wie kräftig. Der Mantel Christiist tief purpurroth gehalten, wie die langen Kleider derPosaunenengel. Die Passionsengel dagegen sind in Weiss gehüllt. Zu einer reichen Farbenscala setzen sich die Ge-wänder der Apostel zusammen, mehr concentrirt wird da-gegen wieder die Farbenstimmung in dem h. Michael, dereine weisse Tunica unter dem brocatnem Chorrocke trägt.Der Faltenwurf ist weniger eckig, als auf anderen Bilderndes Meisters, der Anklang der Gestalt Christi an die gleichenGebilde Jan van Eyck’s unverkennbar.
Die Aussenflügel führen uns die Stifter des Altars und(grau in grau) ihre Schutzheiligen vor. Der li. Sebastianlang und dünn, in der Bewegung übertrieben zeigt Bogerin seinen gewohnten Geleisen; doch bleibt der Fleiss Unddie Sorgfalt der Ausführung zu loben. Der h. Antoniusmit seiner Glocke und dem Schweine gehört aber zu denbesten Leistungen der flandrischen Schule.
Auf Schmeicheln und Idealisiren hat es Roger nichtangelegt, als er die Portraits Rollin’s und seiner FrauGuyonne de Salins malte. In packender Lebenswahrheitstehen sie dagegen unübertroffen da. Der Kanzler schwarzgekleidet, hat eine Kapuze über den Kopf gezogen, seineFrau, gleichfalls vor einem Betpulte knieend, in einen schwarzenPelz gehüllt, trägt ein gestreiftes weisses Tuch auf dem Kopfe.Vergleicht man dieses Bildniss Rollin’s mit dem Portraitdes kraftvollen Finanzmannes im Louvre, so gewahrt mannicht allein die deutlichen Spuren des Alters, sondern lerntauch den Unterschied, der zwischen der FarbentechnikJan van Eyck’s und Roger’s waltet, kennen.