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ROGER’S LEBENS VERHÄLTNIS SK
Von einem anderen Bilde Boger’s, welches der Zeitvor 1450 angehört, besitzen wir nur schriftliche Kunde.Die Carmeliterkirclie in Brüssel empfing es 1446 alsGeschenk, bei einem Bildersturm im J. 1581 wurde esbeschädigt, doch 1593 wieder hergestellt, seitdem ging esverloren. 1 Der Stifter mit seiner Familie knieete vor derMadonna mit dem Christuskinde auf dem Arm, über ihrhielten schwebende Engel eine Sternenkrone. Der eineFlügel zeigte Mönche, der andere einen Bitter des goldenenVliesses mit seinen Angehörigen.
Aus derselben Zeit stammen vielleicht eine Pieta: Maria,den todten Christus umarmend, und das Martyrium derdurch die li. Katharina bekehrten Philosophen im Klostervon Groenendal. 2
Die Mitte des Jahrhunderts macht einen tiefen Ein-schnitt im Leben unseres Meisters. Ehe wir demselben unszuwenden, erscheint es rathsam, seine persönlichen Verliältnisse,sowrnit sie sich bis daliin entwickelten, zu betrachten. Früh-zeitig hat sich Boger mit einem Mädchen seines Standes,mit Elisabeth Goffaert verheirathet, früh auch ist er zu Wohl-habenheit und äusserer Unabhängigkeit emporgestiegen. Beider herzoglichen Kammer in Brabant, bei der Stadt Tournayhatte er Gelder verzinslich angelegt. 3 Seinem Sohne Corne-lius, der später in ein Kloster trat, gab er (in Löwen) einegelehrte Erziehung, Peter, der zwrnite Sohn, geboren 1437in Brüssel , wählte des Vaters Beruf, ein dritter Sohn Johann,1438 geboren, wurde zu einem Goldschmied in die Lehregegeben. 4 Ein Haus in der Kaiserstrasse in Brüssel undeine Liegenschaft an der Ecke der Montagne de la cour inBrüssel wurden von der Familie bewohnt, die in dieser
1 Sandems, Chron. Sacrce Bra-banticB. 1593. vol. p. 293.
2 A. Wauters, Revue universelle
II. p. 168.
3 Michiels, Oatette d. b. a. XXI.
p. 203.
i Wauters, Revue universelle II.p. 11. Johann starb 1468; dieTochter Margaretha, die auch er-wähnt wird, 1450 im achtzehntenJahr.