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Geschichte der Altniederländischen Malerei / J[oseph] A[rch.] Crowe und G. B. Cavalcaselle ; Bearb. Von Anton Springer
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BEZIEHUNGEN ZU COSIMO MEDICI .

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Farbenrecepte in der Folge zur Kunde des Piero dellaFrancesca kamen, wie sich die Galasso, Tura, Oossa mitihnen vertraut gemacht hatten. Im Ganzen aber betrachtetendie italienischen Künstler den flandrischen Stil mit Kälteund dieses wohl aus denselben Gründen, welche späterMichelangelo gegen denselben geltend gemacht hatte. Siefanden bei den Niederländern die Aufmerksamkeit zu sehrauf einzelne Farbentöne, auf grüne Wiesen, Bäume, Brücken,Ströme, Landschaften mit zerstreuten Figuren gerichtet undvermissten in ihren Werken die Symmetrie, die Proportionen,die gediegene Auswahl, die Grösse — die Kunst . 1

Auf dem Wege nach Kom lag Florenz zu verlockendda, als das wir annehmen könnten, Boger habe es bei Seitegelassen. Es sind doch schliesslich müssige Träume, mögensie auch in ein reizendes Gewand gehüllt werden, wenn manBoger’s Gedanken in Florenz ausmalt, welche Eindrückeer von den grossen monumentalen Schöpfungen von Giotto bis auf Fra Angelico und Masaccio herab empfing, wie wohldie, Florentiner Künstler — von welchen Ghiberti, FilippoLippi, Andrea del Castagno lebten und eine rege Thätig-keit entfalteten — über den nordischen Fachgenossen ur-tlieilten? Wir halten uns an die Thatsachen, dass Bogerin Beziehungen zu Cosimo Medici trat. Noch war zwarder Garten und das Casino der Medici nicht in ein Museumund eine Akademie verwandelt, doch die Kunstpflege, welcheden Namen der Medici unsterblich machte, hatte schonlange begonnen. Die Kirche und das Kloster S. Marco ins-besondere erfreuten sich Cosimo’s freigebiger Gunst. DieBegeisterung, welche Cosimo für die Werke des reinstenund liebenswürdigsten religiösen Malers, für die Kloster-schildereien Fra Angelico’s gefasst, macht es nicht unwahr-scheinlich, dass er den strengen religiösen Ernst des fremden

i RaczynsM, Les arts en Portugal tlieil wurde im Gespräche mit8. Paris 1846. Michelangelo’s Ur- Vittoria Colonna kundgegeben,