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Geschichte der Altniederländischen Malerei / J[oseph] A[rch.] Crowe und G. B. Cavalcaselle ; Bearb. Von Anton Springer
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MADONNA IN FRANKFURT .

Malers beachtenswerth fand. Er bestellte bei Roger einMadonnenbild, welches nach mannigfachen Wecliselfälleueinen Ruheplatz in dem Städelscken Museum in Frankfurt fand. Ueber die Herkunft des Bildes und über die Persön-lichkeit des Bestellers lassen das Florentiner Wappen unddie Gegenwart von Cosimo’s Schutzheiligen die hh. Cosmasund Damian keinen Zweifel. 1

Frankfurt .

Mad. mit Die Madonna stellt unter einem Tronhimmel, das

hh. (’osmas

undDamian.Ohristuskind innig an ihren Busen pressend, zwischen denAposteln Petrus und Johannes und den heiligen Cosmasund - Damian. Die beiden letzteren sollen die Züge vonCosmos Söhnen Piero und Giovanni wiedergeben. In derganzen Reihe der religiösen Schilderungen Roger’s offenbartdie Frankfurter Madonna die tiefste Empfindung. Die Köpfesind naturwahr und ausdrucksvoll, ohne von ihrer ernstenWürde verloren zu haben, die Farben sind mit starkem Impastaufgetragen und von wohlthuender Klarheit. In dem Wurfder Gewänder hat Roger eine ungewöhnliche Einfachheitund breiten Fluss bewiesen.

Mit dem Pilgerstrome', welcher 1450 von allen TheilenItaliens zum Jubiläum nach Rom zog, wanderte auch Rogernach der ewigen Stadt. Dank den Anstrengungen PapstMartin V., Eugenius IV. und Nicolaus V. fand er sie bereitsaus den wüsten Trümmerhaufen, wozu sie im späteren Mittel-alter herabgesunken war, zu einigem Glanze emporgestiegen.Er besuchte unter anderen Kirchen auch die LateranensischeBasilica und ergötzte sich hier an den Wandgemälden desGentile de Fabriano , welchen er als den besten MalerItaliens pries. Offenbar zogen ihn der weiche Schmelz derFarbe, die Sorgfalt und Sauberkeit des Auftrages, seinemeigenen Wesen verwandte Züge, an. 2

AVir wissen nicht, auf welchem Wege und zu welcher

1 Städelsches Museum. Nr. 06. Gute photographische Aufnahme vonAuf Holz. 1' 8" li. — 1' 2" br. Nöhring.

2 Facius, de viris illustribus.