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Geschichte der Altniederländischen Malerei / J[oseph] A[rch.] Crowe und G. B. Cavalcaselle ; Bearb. Von Anton Springer
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ANBETUNG DEK KÖNIGE

Sftmg Das Triptyclion mit der Anbetung der heiligen dreimä pfügehfl^önige auf der Mitteltafel stammt aus der Columba Kirchein Köln , für welche es gleich ursprünglich gemalt sein soll.Doch trägt der König, welcher zur Seite der Madonnaknieet und die Hände des Christkindes küsst, die ZügeHerzog Philipps von Burgund und der stehende Königrechts im reichen Brocatgewande mit dem Windspiel zuseinen Füssen ist ein Portrait Karl des Kühnen. DerStifter des Bildes hinter Joseplius bleibt unbekannt,küiidigung Der rechte Flügel enthält die Verkündigung, der linkeDarstellung.^ j) ars t e p un g } m Tempel. Dort ist der Schauplatz indie behagliche Schlafkammer, hier in einen kirchlichenKaum verlegt, für dessen Bauformen ein grosser romanischerDom dem Künstler das Vorbild bot. Die religiöse Em-pfindung ist in diesem Triptychon stärker betont als in denanderen Werken Koger’s; auch die Anordnung und Grup-pirung ist ihm trefflich gelungen. Kein Wunder, dass esals eine Mustercomposition galt und von den zahlreichenNachfolgern van der Weyden’s wiederholt wurde . 1

BowiTero Unter den Gemälden, die seinen späteren Jahren ent-Kreuzigmg. g f; ammen ^ wäre noch ein kleiner Flügelaltar mit der Kreu-zigung in der Belvederegalerie zu nennen. Maria, vondem Evangelisten Johannes unterstützt, sinkt am Fusse desKreuzes ohnmächtig zusammen. Zwei Stifter, ein Mannund eine Frau knieen im Vordergründe, die h. Veronicaund Magdalena nehmen die beiden Flügel ein. Obschon

vielleicht ist es dieselbe, die 1841Prof. Hauber in München besass.Der h. Lucas allein ist in der Ere-mitage in Petersburg (Nr. 445) ausder Sammlung IC Wilhelm I. vonHolland, ursprünglich aus Spanien .

i München, Pinakothek . Cabinetll'I.Nr. 35 — 37. Auf Holz. Mittelbild4' 4" h. — 4' 10" br. Flügel, 4' 4" li.2' 3" br. Es ist durch Abreibungund Lasuren stark beschädigt. EinoBeplica oder Copie besitzt der

deutsche Kaiser, eine andere ist inder Sammlung des Grafen Czerninin Wien befindlich. Die Vermuthungist schwer abzudrängen, dass derPolygonalbau in der rechten Eckeder Mitteltafel die Formen derGereonskirche in Köln reproducire;zu beachten ist auch die grosse Ver-wandtschaft der Strassenaussiclit linksmit dem Ausblicke auf dem Middel-burger Altar. Litliograpliirt vonStrixner in der Sammlung Boisseree.