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Geschichte der Altniederländischen Malerei / J[oseph] A[rch.] Crowe und G. B. Cavalcaselle ; Bearb. Von Anton Springer
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AUFSTELLUNG IN DER MARIENKIRCHE.

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obgleich von Kunstfreunden viel begehrt, 1807 sogar durchDenon nach Paris entführt und bei der Rückstellung 1815von der preussischen Regierung zum Ankauf vorgeschlagen,als ihr Hauptschmuck geblieben. 1

Das ist alles, was wir von der äusseren Geschichte desWerkes wissen. Gern möchten wir die Kunde vermehrenund wenn wir die Aussentafeln der Flügel betrachten, wähnenwir einen Augenblick, diese weitere Kunde wirklich gewinnenzu können. Wir meinen, die hier angebrachten Portraits,Wappen und Mottos müssen sprechen. Bis jetzt warenaber alle Versuche, ihre Stummheit zu brechen, vergeblich,so überraschend naturwahr und lebendig, als ob uns diegeschilderten Personen gewiss schon oft begegnet und guteBekannte wären, die Portraits der Stifter gemalt sind.Rechts, am Fusse einer grau in grau gemalten Marienstatueknieet barhaupt ein Mann mittleren Alters, den Leib voll-ständig in einen weiten schwarzen Pelzrock eingehüllt, ihmgegenüber, unter der Statue des Drachentödters Michaelist die Stifterin dargestellt, in rothem Kleide, mit seidenenSchlitzen und Hermelinbesatz. Der Kopf des Stifters istleider theilweise übermalt, daher ein näheres Eingehen aufseinen Charakter untliunlich. Die jugendliche anmuthigeDame besitzt eine hohe Stirn, eine schmale, regelmässigeNase, helle Augenbrauen, dunkle wie Schlehen glänzende

Chronik (p. 13) aber erst ZusatzBombacb’s aus d. J. c. 1577.

Mehnansche Chronik (XVI. Jalirh.):1473 do nam Pauel Benecke einSchipper, von einem Holländer einegalleyde, darin die Tafel, die aufS. Georgens-Altar steht in der Pfarr-kirche, mit grossem Gute befundenwart.

Kl. Mehnansche Chronik (XVI.Jalirh.): Anno 1473 nahm PaulHelmke die Galee, darin die Taffelwar, die auf dem Junkeraltar stehtund dorm war gross Gut. HieTaffel ist gemalilt, wie man sagt;dass dorin geschrieben sey Anno

OCCLXVII vnten bei dos .Engelsrechtem Plügel.

1 Angeblich (Hinz, JJas jüngsteGericht in der Marienkirche, Danzig 1863) hat schon Kaiser Rudolf fl. dieSumme von 40000 Gulden für dasBild geboten, ähnliche «Anerbietungensoll ein Kurfürst von Sachsen undPeter der Gr. gemacht haben. Hiepreussische Regierung, welche dasBild gern für das Berliner Museumerworben hätte, wollte ausser derSumme von 20000 Thalem eineCopie der Sixtinischen Madonna derStadt Danzig schenken.

Panzjg

Marienk.

jüngstes

Gericht.