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wo die Scene vor sich gellt, blickt man in eine Landschaft,in welcher die Lieblingsmotive des Künstlers': eine Mühlemit dem Müller, eine weidende Kuh, Schwäne auf demWasser, angetroffen werden. Dergleichen Staffage belebtauch die Madonnenbilder in den Florentiner Uffizi und inWörlitz und schmückt den Hintergrund der Portraitdar-stellung, welche in Antwerpen unter Antonello’s Namengeht. Die meisten Frauenbilder Memling’s zeichnen sichdurch eine zierliche Anmuth und eine gewisse vornehmeHaltung aus. Diese Eigenschaften fehlen auch der Chiswick -Madonna nicht. Dazu gesellt sich aber noch die Kunstin der Wiedergabe der Gewänder und der Nebendinge.
Kein anderes Werk seiner Hand zeigt in gleicher Farben-vollendung die letzteren. Die Seitenflügel des Altarschreineszeigen in ganzer Figur den strengsehenden Täufer und denmild und freundlich blickenden Evangelisten Johannes . 1 * * * * *
Anscheinend demselben Jahre angehörig wie die Yer- ,T " 1 ’ anucf ‘ h
° ° Epiphanie
mählung der h. Katharina, aber fast noch vollendeter in derDurchführung ist ein anderes Juwel der Sammlung desJohanneshospitals, die Epiphanie. Man darf dieselbe gerade-zu als das Meisterwerk der früheren Periode Memling’s be-zeichnen. Das Bild hat nichts Gezwungenes und zeichnetsich durch lebhafte Farbengebung und kräftigeres Hell-dunkel aus. Auf dem Mittelbilde ist die Anbetung derh. drei Könige geschildert, in den Umrissen ebenso wie dieDarstellung im Tempel auf dem rechten Flügel ganz nachdem Vorbilde Hogers van der Weyden in der MünchnerPinakothek gehalten; an die Stelle der Verkündigung istdagegen die Geburt Christi getreten.