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CHISWICIt-MADONNA.
Ohiswick
Madonna.
Yollenclung des architektonischen Details, sowie durch dieausdrucksvolle Wahrheit der zahlreichen Portraits.
Inmitten einer reichen romanischen Kirchenhalle er-hebt sich der Marmorthron, auf welchem die Madonna, voneinem goldgewirkten Baldachin beschattet, Platz genommenhat. In der Linken hält sie ein Buch aufgeschlagen, mit derliechten umfasst sie das Qhristkind, welches, nackt auf demSchoosse der Mutter sitzend, die Hand zum Segen erhebt.Der h. Jacobus, der Pilgerapostel, weicher sein Haupt zuEhren der Madonna entblösst hat, führt der Mittelgruppeden Stifter und dessen sieben Söhne zu, während derh. Dominikus auf der anderen Seite die Stifterin und zwölfTöchter (oder weibliche Hausgenossen) geleitet. DieKirchenhalle schliesst den Hintergrund nicht ab, sonderngiebt an beiden Seiten einer köstlich belebten LandschaftRaum, in welcher alle Reize eines miniaturartig malendenPinsels das Auge erfreuen. Die Madonna und das Christ-kind tragen den bei Memling üblichen Typus. Einiger-massen steif blicken die knieenden Männer und Jünglingezur Linken der Madonna aus; um so vortrefflicher ist demKünstler die Charakteristik der Frauen von der würde-vollen Matrone im Vordergründe bis zu den vorwitzig auf-schauenden runden Köpfchen der Backfische in der letztenReihe gelungen . 1
Die Chiswick - Madonna ist besser erhalten und wohlauch noch zarter empfunden. Unter einem Baldachine sitztdie Madonna und empfängt die Huldigungen des Sir JohnDonne , seiner Frau (in einer hässlichen Spitzhaube) undseiner zahlreichen Kinder in Gegenwart der beiden Schutz-heiligen Agnes und Barbara. Durch die Bogen der Halle,