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Hand wie das Antwerpener Diptychon, nur feiner gemalt,in einer gut verschmolzenen Farbe von viel Körper. 1 DasGleiche lässt sich von zwei Tafeln der Belvederegalerie,der h. Katharina und einer Madonna behaupten, welche alsWerke Hubert und Jan van Eyck’s galten und bei der Auf-zählung der apokryphenBilder dieser Meister erwähnt wurden. 2
Ein ganz anderes Aussehen haben in derselben Galerie iJppeYein kleiner männlicher und weiblicher Kopf, auf einer Tafel porlrait -zusammengestellt. Sie besitzen viel natürliches Wesen, einefeste Zeichnung, eine kräftige, reich aufgetragene Farbe,mehr in der Art Yan Eyck’s als Memling’s, aber doch auchwieder einzelne Merkmale, welche auf einen viel jüngerenKünstler weisen. 3
Von dem. Londoner Kunsthändler Christie wurde 1854mit mehreren Bildern aus dem Besitze J. D. Gardner’s,ein Triptychon versteigert, welches aus einem spanischen Kloster stammte. Die Mitteltafel zeigte die Geburt Christi, Mummdie Flügel die Anbetung der Könige und die Darstellung Geburt Chr 'im Tempel. Auf den Aussenseiten war die Vertreibung ausdem Paradiese und darunter die hh. Johannes und Katharinaabgebildet. Unter Memling’s Namen eingeführt enthülltesich das Werk im Ursprünge völlig gleich mit der GeburtChristi im Museum zu Dijon , in welchem Bilde die Ge-wohnheiten eines Zeitgenossen Memling’s aus dem Schlüssedes Jahrhunderts erkannt werden. Die Fleischtöne sindgrau und düster im Schatten, derb roth im Lichte; dasHalbdunkel wird vermisst, wie die Natürlichkeit in denStellungen und Zügen der dargestellten Personen, unterwelchen wieder das Christkind durch die mangelhaft ent-wickelten Formen und das abstossende Gesicht am tiefstensteht. 1