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TIBURTINISOHE SIBYLLE IN FBANKFUBT.
im Tone, fein im Umrisse, überhaupt mehr im SinneMemling’s gehalten, als der Rest . 1
F Tito- rt • Unter den zahlreichen Werken, welche in den Samm-Ribyiie 0 lungen und Galerien des Continents auf Dierick Bouts zu-rückgeführt werden, nennen wir in erster Linie das Bildim Städelschen Museum: Die tiburtinisclie Sibylle. In-mitten eines geschlossenen Hofes knieet Kaiser Augustus mit gefalteten Händen zum Himmel emporblickend, anwelchem ihm die Sibylle das Bild der Jungfrau mit demKinde zeigt. Die Sibylle ist von zwei Frauen, die uns ganzportraitmässig anwehen, begleitet, das zahlreiche Gefolgedes Kaisers ist an den beiden Ecken des Vordergrundesin zwei steifen, wenig bewegten Gruppen aufgestellt. Vongrossem Reize sind die Bauten, welche rechts den Hofeinsäumen. In den vorspringenden offenen Hallen bewegensich allerhand Gestalten, welche trotz der kleinen Dimen-sionen gar deutlich und lebendig auftreten. Noch grössereAnziehungskraft übt die Landschaft links im Hintergründe.Schwäne auf dem Teiche, Reiter auf der Strasse, Heerdeuauf den Feldern miniaturartig ausgeführt, erfreuen das Auge,das bis in weite blaue Fernen hinauszublicken Gelegen-heit hat . 2
München Ein anderes Werk, welches auf Dierick zurückgeführt
Anbetung °
der Könige werc i eri muss, bewahrt die Münchner Pinakothek: ein Trip-mit der Anbetung der Könige, Johannes d. Täufer
ph°rua. un( j Christopliorus. In den Ruinen einer romanischenKirche hat sich die matronenhaft verhüllte Madonna mitdem Kinde niedergelassen. Vor ihr knieet ein König, bar-haupt, in langem faltigen Pelzrocke, der zweite, gleichfallsknieend, überreicht dem Josephus ein goldenes Gefäss,