DIB KÖLNISCHE SCHULE.
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nach München und in noch andere Sammlungen wanderten,und deren Maler unter den Namen: Meister der Lyvers-bergischen Passion, Meister der Klage Christi, Meister desThomas u. s. w. bekannt sind, wieder erkennen. Die per-sönliche Tüchtigkeit einzelner Maler kann nicht angezweifeltwerden — der hervorragendste unter ihnen ist Jan Joest von Calcar, der Meister vom Tode Mariae, — auch nichtihr redliches Streben. Die Aufgabe, nach einem fremdenMuster die eigene Weise umzuwandeln und dennoch Einheitund Harmonie zu wahren, blieb aber für sie zu schwierig,zumal der Culturboden, welcher ihnen die feste Grundlagegegeben hatte, unter ihren Füssen zerbröckelte. Köln , amAnfänge des dreizehnten Jahrhunderts an der Spitze derdeutschen Städte, bildete im sechszehnten die Heimath derDunkelmänner, am Niederrhein überhaupt traten seit dergleichen Zeit der nationalen Bildung die grössten Schwierig-keiten in den Weg. Unter solchen Verhältnissen erweist sichdie Kraft des Einzelnen stets unzulänglich. Aehnlichesgilt von Westfalen, wo der sogenannte Meister von Liesborn ,ein ziemlich schwächlicher Künstler, eine leise Annäherungan den flandrischen Stil versuchte, ja von der gesammtendeutschen Malerei, welche am Anfang des fünfzehnten Jahr-hunderts von nicht geringem Heize und gutem Ansätze, amSchlüsse des Jahrhunderts tief gesunken und unfähig, sichaus dem Widerspruche zwischen AY'ollen und Können zubefreien, erst in dem nächstfolgenden Menschenalter dadurchwieder zu selbständiger Bedeutung und wahrer Grösse emporsteigt, dass sie vom Charakterportrait den Ausgangspunktder Schilderung nimmt, auch dieses aber unter eine festeHegel und ein allgemeines Gesetz zu bringen, auf dieseArt zu idealer AVurde zu erheben, sich bemüht.
Neben Deutschland empfing Spanien die reichsten undtiefsten Anregungen von der niederländischen Kunst. DerAufenthalt Jan van Eyck’s auf der pyrenäischen Halbinselhat offenbar in dieser Hinsicht entscheidend gewirkt und