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den Spaniern die Neigung für flandrische Bilder, die Sehn-sucht nach ihrem Besitze eingeflösst. Die Bemühungeneinzelner italienischer Künstler, in Spanien ihrer heimischenKunst Anhänger zu werben, hatten der flandrischen Pro-paganda gegenüber keinen Erfolg. Noch am Schlüsse desvierzehnten Jahrhunderts war Gherardo di Jacopo Starnina,1354 in Florenz geboren, ein Schüler des Antonio Veneziano ,nach Spanien gewandert, um liier Glück und Ehren zusuchen. Er fand Beschäftigung, bereicherte sich und kehrtemit Gunstbezeigungen beladen nach Florenz zurück. Vonseinen Werken in Spanien haben sich aber so wenig Spurenerhalten, wie von jenen eines andern Florentiners, des Dello,der in den vierziger Jahren des fünfzehnten Jahrhundertsin Sevilla thätig war und die Auszeichnung des Ritter-schlages sich erwarb. 1
Besässen wir nicht urkundliche Zeugnisse für Starnina’sund Dello’s Aufenthalt in Spanien : wir würden an denselbenkaum glauben, einen so schwachen Eindruck auf die spanischeKunst hat er hinterlassen. Desto nachhaltiger war der Ein-fluss der flandrischen Meister. Diese kamen in eigenerPerson und malten für die Spanier, welche zunächst,durch die Kämpfe mit den Mauren und die politischen Er-eignisse ganz in Anspruch genommen, auf die eigene Kunst-tliätigkeit verzichteten. Die zugewanderten Künstler fandenBeifall, die eingeführten Bilder erregten Bewunderung; Janvan Eyck selbst, Cristus, Jan de Flandes, Juan Flamenco,J uau de Borgogne wurden volkstümliche Namen. Allmählichtraten auch Spanier in ihre Fussstapfen.