ltit ü. Capitel . Die ersten Messungen nitd Berechnungen.
niiscst'schnittme, den Thierkreis liird eine Reihe der Hellern Sterneenthaltende nnd in gleicher Projection entworfene Scheibe, dasNete oder die Aranea Astrvlabii, drehbar war, — unddadurch eine Reihe astronomischer Aufgaben, wie z. B. die derZeitbestimmung aus einer gemessenen Sonnenhöhe, die der Er-mittlung des Auf- und Unterganges eines Gestirnes :c., ohneRechnung zu lösen"), d. h. das sog. „Astrolabium plani-sphnrium" zu erstellen, schon bei den Griechen nnd Arabern,dann aber auch bei den Abendländern bis in das 17. Jahrhun-dert hinauf großen Anklang fand. Nicht nur hat sich diesesInstrument in zahlreichen, zu den verschiedensten Zeiten cvn-struirten Exemplaren bis auf uns erhalten, von denen Sedillvt,
die analogen Vorschriften zur Constrnetiou der Alniucantarate, Vertikale w. mnstdes Raumes wegen auf die unten verzeichneten Werke verwiesen werden.
h Der Gebrauch des Astrolabiums ist sehr mannigfaltig: So z. B laßtsich auf dein Dorsum die irgend einem Jahrestage zukommende Länge derSonne oder der irgend eitler Länge der Sonne entsprechende Jahrestag ablesen,— die Höhe der Sonne oder irgend eines Sternes, sei es an der Gradthcilung,sei es an dem fast immer beigegebeneu Quadrate, messen w. Hat man aberz. B. in einer Nachinittagsstundc die Höhe der Sonne gemessen nnd für diesenTag ihre Länge abgelesen, so sucht malt Letztere am Zodiacns des Retc's auf,bringt durch Drehen des Letztem den betreffenden Punkt des Zodiakus rechtssbei Vormittagsstunden links) in den der gemessenen Höhe entsprechenden Almu-enntarat und liest mit Hülse deS drehbaren Radius am Stundenkreisc der Materdie diese», Durchschmttspunkt entsprechende Zeit ab, — es ist die Sonnenzeit derBeobachtung. - Bringt matt denselben Punkt des Zodiacns dagegen in denHorizont, so liest man am Stundenkreise die diesem Tage entsprechende Auf-oder llutergangszeit der Sonne ab und erhält damit auch die Tageslänge, —bringt man ihn dagegen in die Innen erexusoull so findet man Ansang derMorgen- oder Ende der Abenddämmerung lind damit auch die Länge derselben.
Dreht man das Rete so, daß die einem Stern entsprechende Spitze in denHorizont fällt, hält dann das Rete fest und stellt den Radius auf die Sonnen-länge ein, so gibt er am Stundenkreise die Zeit des Aus- und Unterganges desSternes, — mißt man dagegen die Höhe deS Sternes lind bringt seine Spitzeauf den entsprechenden Altmicantarat und den Radius wieder auf die Svnueii-lnnge, so erhält man die Sonneitzeit der Beobachtung nnd gleichzeitig, wennman den Vertical der Spitze aussucht, das Aznnuth des Sternes, — bringtman endlich die Spitze des Sternes in die Mittagslinie und den Radius wiederaus die Sonnenlnnge, so erhält man die Sonnenzeit der Ctilminatiou des Sterilesund mit Hülse der Alt des Letztem die dieser Sonnenzeit entsprechende Sternzeit ?c.