Band 
Erster Halbband.
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Einleitendes.

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namentlich durch Geber, auch die Chemie gepflegt wurde 6 , allmäligauch nach dem Abendlande, wo sie sich alsbald bedeutend ver-mehrten: So wurde, um nur einige Beispiele zu geben, im 13. Jahr-hundert durch Hoger Baco die sphärische Abweichung bei Hohl-spiegeln entdeckt und durch Salvino degli Armati die Fabrikationder Brillen eingeführt, — im 14. Jahrhundert durch den Prediger-mönch Theodorich eine Theorie der Regenbogen gegeben und durchHeinrich v. Wiek eine erste Gewichtuhr erstellt, — im 15. Jahrhundertdurch Leonardo da Vinci die Kapillarität nachgewiesen und durchChristoph Columbus die örtliche Verschiedenheit der magnetischenDeklination erkannt®, — im IG. Jahrhundert durch Peter Henlein die erste Federuhr konstruiert, durch Georg Hartmann das Erzeugenkünstlicher Magnete durch Streichen gelehrt und durch TheophrastusParacelsus die Chemie auf einen fruchtbarem Boden übergeleitet

— etc. etc. Mit dem Übergange aus dem IG. in das 17. Jahrhundertbegann sodann die Reihe der grossen Entdeckungen, welche jetztschon während bald dreihundert Jahren eine Überraschung der andernfolgen liess und die Physik zu einem so umfangreichen und wich-tigen Lehrgebäude erhob: Galilei fand die Gesetze des freien Falles,den Isochronismus des Pendels und erstellte ein erstes Thennoskop,

— während in Holland durch einen glücklichen Fund die ersten„Kyker“ entstanden, welchen dann bald das aus Keplers optischenStudien hervorgegangene eigentliche Fernrohr, die Entdeckung desBrechungsgesetzes durch Sliellius und die auf diesem basierendeweitere Entwicklung der Dioptrik durch Descartes folgte, sowie dieEntdeckung der Beugung durch Gl'imaldi und diejenige der doppel-ten Brechung durch Bartholinus ®. TTm die Mitte des 17. Jahrhundertskonstruierte Toricelli das Barometer, Otto v. Guerike f die erstenLuftpumpen und Elektrisiermaschinen, während Borelli die Lehrevom Stosse begründete, Huygens die Gesetze der Centralbewegungauffand und das Pendel definitiv in die Uhren einführte, Boyle undMariotte das nach letzterm benannte Gesetz entdeckten y , die Becherund Stahl aber durch Aufstellung der sog. phlogistisclien Theoriedie Chemie wesentlich förderten h . Seit Newton vor zweihundertJahren durch seine klassischen Principien der Naturphilosophie diemathematische Behandlung physikalischer Fragen einführte, welchesodann durch die Daniel Bernoulli, Euler , etc,, in fruchtbarster Weisegehandhabt wurde, hat die Naturlehre nicht nur durch richtige Ver-bindung von Theorie und Erfahrung auf allen ihren Gebieten grosseFortschritte erzielt, sondern auch immer mehr den Charakter einerexakten und ein Ganzes bildenden Wissenschaft erhalten, wie eruns schon im Anfänge des 18. Jahrhunderts in den Lehrbüchern