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Erster Halbband.
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Einige Vorkenntnisse aus der Physik. —

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Josias Habrecht erbaute astronomische Uhr. — /. Die erste Federuhr erstellte(vgl. „Cochlseus, Cosmographia Pomponii Meise. Noribergse 1511 in 4.“) derfrüher fälschlich als „Hele“ auf'geführte Schlossermeister Peter Henlein in denersten Jahren des 16. Jahrhunderts; dann aber bildeten diese als „kleineUehrlein“ und erst später als „Niirnberger-Eier“ bezeichneten Taschenuhren,die „im Busen oder in der Geldbörse“ getragen wurden, bald einen ansehn-lichen Handelsartikel, obschon sie anfänglich noch ziemlich unvollkommenwaren und so mit Hecht auch bloss Stundenzeiger besassen.

133. Die Regulatoren und Chronometer. — Das Haupt-verdienst an dem Übergange der Uhren in wirkliche Mess-Instru-mente, d. h. an der Umwandlung der G-ewichtuhren in sog. Regula-toren (Pendulum Clock ) und wohl auch derjenigen der Federuhren inChronometer (Time-Keeper), hat sich unbedingt Christian HuygenS erworben: Nicht nur hat Er, und kein anderer, das Pendel nicht blossvorübergehend, sondern für alle Zeiten an Stelle des Balancier indie Gewichtuhr, und wahrscheinlich auch die Spiralfeder als Surrogatdesselben in die Federuhr eingeführt, sondern er hat auch dietheoretischen Grundlagen gegeben, ohne welche diese Neuerungenwohl kaum lebens- und entwicklungsfähig geworden wären Aller-dings brauchte es während den seither verflossenen zwei Jahr-hunderten noch viele Arbeit, um die Uhren beider Art auf ihrengegenwärtigen Stand zu bringen, — namentlich auch um das regu-lierende Princip gegen die Temperaturschwankungen zu kompensie-ren, seine Verbindung mit dem eigentlichen Gangwerke zu vervoll-kommnen und das letztere während dem Aufziehen in unveränderterThätigkeit zu erhalten 6 ; aber es würde hier zu weit führen, aufdiese Einzelnheiten näher einzugehen und es muss hiefür auf diebetreffenden Specialwerke verwiesen werden c .

Kn ISS: n. Dass Landgraf Wilhelm von Hessen in dem letzten Vierteldes 16. Jahrhunderts die Zeit mit Erfolg als Beobachtungselement einführte,ist (374) eine unbestreitbare Thatsache, und dass hiefür die frühem Uhrennicht hingereicht hätten, ist ebenfalls sicher. Es müssen also durch WilhelmsHofuhrenmacher Joost Biirgi wesentlich bessere Uhren erstellt worden sein,und dass dieser ausgezeichnete Mann solchen Fortschritt nicht nur dadurcherreichte, dass er, wie seine in Kassel und Wien noch gegenwärtig bewundertenArbeiten belegen, die frühem Konstruktionen sorgfältiger ausführte, sondernwesentlich auch dadurch, dass er das regulierende Princip verbesserte, stehtausser Frage, da Bürgis Kollege Rathmann in seiner etwa 1586 geschriebenenEinleitung zum Hessischen Sternverzeichnisse ausdrücklich sagt, es sei niKassel eine Sekundenuhr benutzt worden, bei welcher das Libramentum, d. b.also die Hemmung, „nicht auf gewöhnliche, sondern auf ganz besondere undneu erfundene Weise so getrieben werde, dass jede der Bewegungen einereinzelnen Secunde entspreche“. Leider versäumte jedoch Eothmann Näheresüber diese Verbesserung mitzuteilen und man ist somit auf blosse Vermutungenbeschränkt, welche mich (vgl. Gesell, p. 369—72; Mitth. 33 von 1873 und 69