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Die Regulatoren und Chronometer. —
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von 1887), unter Berücksichtigung verschiedener anderer Verumständungen, zuder Annahme veranlassten, es möchten die sagenhaften Erzählungen, nach wel-chen schon Biirgi das Pendel in die Uhren einführte, wirklich Grund haben; aberwenn dem auch so sein sollte, und obschon man (vgl. ,,W. C. L. van Schalk,Über die Pendeluhr Galilei’s , — und: E. Gerland, Die Erfindung der Pendel-uhr“ in Zeitschr. f. Instr. 1887 und 1888) zugeben muss, dass ein durch Galilei1C41 ausgedachter und sodann 1649 von seinem Sohne Vincenzo wirklich er-stellter Apparat nicht, wie man früher glaubte, ein blosses Zählwerk fürPendelschwingungen, sondern ebenfalls eine Pendeluhr mit richtiger Hemmungwar, so bleibt dennoch Huygens, zumal er von jenen Vorarbeiten vor 1660, woihm Boulliau eine Zeichnung des Galilei ’sclien Modelles zusandte, absolut nichtswusste, aus schon oben angegebenen Gründen das Hauptverdienst an der That-sache, dass wir gegenwärtig in den sog. Regulatoren Uhren besitzen, welcheunsern übrigen Messinstrumenten ebenbürtig sind: Es bleibt noch beizufügen,dass Huygens schon im Dezember 1656 ein erstes Modell einer Pendeluhr be-sass, am 16. Juni 1657 dafür patentiert -wurde, noch im gleichen Jahre seinen„Kort Onderwijs aengaende het ghebruyck der Horologien tot het vinden derLengden van Oost en West“ schrieb, welchem alsbald die kleine Schrift„Horologium . Hagse 1658 in 4.“ und sodann endlich, nachdem er seine Er-findung theoretisch und praktisch weiter entwickelt hatte, sein klassischesWerk „Horologium oscillatorium. Parisiis 1673 in fol.“ folgte, aus welchemschon früher Verschiedenes mitgeteilt worden ist. — Was die Erfindung derSpiralfeder anbelangt, so wird häufig berichtet, es sei hierin Hooke unsermHuygens zuvorgekommen und es habe 1671 Thomas Tompion nach dessen An-gaben eine erste Taschenuhr mit Spiralfeder ausgeführt; es ist jedoch nichtzu vergessen, dass sich der talentvolle, aber nicht gerade scrupuleuse RobertHooke (Freshwater auf Insel Wight 1635 — London 1703; Prof. math. London und „Curator of Experiments to the Royal Society “) fast jede ihm zu Ohrenkommende Erfindung aneignete, — dass ihn Marie (Hist. V 113) mit den Worten„Hooke embrassait tout, touchait ä tout, et n’achevait rien; il lanqait auhazard des idees mal digerees sur tous les sujets imaginables, et venait re-clamer sa part lorsque la question etait resolue“ ganz gut schilderte, — undsomit jene Erzählung zum mindesten mit Vorsicht aufzunehmen ist. — b. Aufdie Kompensationen werden wir später (171) zurückkommen, und so mögenhier nur noch den bereits (11, 13) erwähnten und später noch wiederholt zucitierenden berühmten Uhrmachern Graham, Harrison und Berthoud die ThomasMudge (Exeter 1715 — Newington 1794; Uhrmacher in London ), Josias Emery(Chardonne bei Vevey 1730? — London 1794; Uhrmacher in London ), Abraham-Louis Breguet (Neuenburg 1747 — Paris 1823; Gründer der noch von Sohnund Enkel fortgeführten, berühmten Pariser -Werkstätte), etc., angereihtwerden. — c. Den bereits erwähnten Schriften füge ich noch bei: „UrbanJürgensen (Kopenhagen 1776 — ebenda 1830; Uhrmacher und Akad. Kopen-hagen ), Regler for Tidens nöiagtige Afmaaling ved Uhre. Kiöbh. 1804 in 4.(neue A. 1839; franz. Kopenh. 1805 und Paris 1838; deutsch Leipzig 1840),und : Die höhere Uhrmacherkunst. Kopenhagen 1842 in 4. (herausgeg. vomSohne Louis Urban 1806—67), — Fr. W. Barfuss (Apolda 1809 geh.; Prof. math.Weimar), Geschichte der Uhrmacherkunst. Weimar 1837 in 8. (4. A. durchE. Geleich 1887), — M. L. Moinet, Traite d’horlogerie theorique et pratique.Paris 1848, 2 Vol. in 8., — Gustav Herz, Geschichte der Uhren. Berlin 1851in 8., — etc.“