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— Das Luftfenirohr mul die Spiegelteleskope. —
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wie beim Heliostaten in 144) durch bewegliche ebene Spiegel zut'ühre, welchejedoch wegen der Unvollkommenheit dieser letztem keinen praktischen Erfolghaben konnte. — Huygens ging später bis auf 200' Brennweite und bald kon-kurrierten auch andere, wie namentlich Giuseppe Campani (um 1660 Mechanikusund Optikus in Rom ), mit ihm in Konstruktion solcher Rieseninstrnmente,welche trotz ihrer mühsamen Handhabung den Huygens, Cassini, etc. mancheschöne Entdeckung ermöglichten. — Zugleich gelang es Huygens , wenigstenseinen Teil der sphärischen Aberration zu heben und überdies das Gesichtsfeldzu vergrössern, indem er das Okular aus zwei plankonvexen Linsen zusammen-setzte, welche beide ihre konvexe Seite dem Objektive zuwandten, und vonwelchen die innere, das sog. Kollektivglas, etwas innerhalb der Brennweitedes Objektives stand. Es war dies das sog. negative Okular, welches sodanncirca ein Jahrhundert später Ramsden dadurch zu einem positiven machte,dass er das Kollektivglas umdrehte und zugleich etwas ausser den Brennpunktversetzte, wodurch für Messungszwecke viel gewonnen war. — c. Der Ge-danke, die Objektivlinse durch einen Spiegel zu ersetzen, war von Niccola Zucchi(Parma 1586 — Rom 1670; Jesuit; Prof. math. am Collegio romano ) schon 1616und dann wieder in seiner „Optica philosophiea. Lugduni 1652—-56, 2 Vol. in 4.“ausgesprochen und wenigstens insofern ausgefiihrt worden, als er mit einerkonkaven Linse das von einem Hohlspiegel entworfene Bild betrachtete; fernerhatte um 1639 Mersenne (vgl. dessen „Cogitata physico-mathematica. Paris 1644 in 4.“) den bemerkenswerten Vorschlag gemacht, das von einem paraboli-schen Spiegel entworfene Bild mittelst einem ihm Vorgesetzten parabolischenSpiegelchen durch eine Öffnung des erstem ins Auge zu werfen, war aberdurch Zweifel seines Freundes Descartes und durch die Schwierigkeit, solcheSpiegel zu erstellen, an der Ausführung gehindert worden, — und ähnlichwar es dem ebenfalls an der Brauchbarkeit sphärischer Spiegel zweifelndenJames Gregory ergangen, als er (vgl. seine „Optica promota. Londini 1663 in 4.“)um 1661 eine ähnliche Idee gefasst und verfolgt, aber schliesslich auch nurwieder bewiesen hatte, dass sehr oft das Bessere zum Feinde des Guten wird.Dieses Gute wurde dagegen schon 1668 durch Newton wirklich erreicht, indemer einem selbstverfertigten sphärischen Metallspiegel von circa 1“ Öffnungund 6" Brennweite etwas innerhalb letzterer ein zur Axe um 45° geneigtesPlanspiegelchen gegenüberstellte, und das so seitlich geworfene Bild mit einerplankonvexen Linse betrachtete, so^dass er 1671 den Mut besass, das obenerwähnte, etwas grössere Instrument zu erstellen und zu Anfang folgendenJahres der Roy. Society vorzuweisen. Als sodann auf diese Weise die Brauch-barkeit sphärischer Spiegel praktisch erwiesen war, gelang es 1674 Hooke auch unter Anwendung der Mersenne-Gregory’schen Anordnung ein brauch-bares Spiegelteleskop zu erstellen, und da dasselbe grössere Bequemlichkeitdarbot, sowie später namentlich durch James Short (Edinburgh 1710 — Newing-ton Butts bei London 1768; erst Theologe, dann Mathematiker und Mechanikerin London ) sehr gut ausgeführt wurde, so vergass man’bald über diesem sog.Gregory’schen Teleskope die eigentlich vorzüglichere Anordnung Newtons,und auch der von dem Franzosen Cassegrain 1672 im Journ. d. Sav. gemachteganz gute Vorschlag, den kleinen sphärischen Hohlspiegel) durch einen Konvex-spiegel zu ersetzen, wodurch das Teleskop abgekürzt und zugleich von einemgrossen Teil der sphärischen Abweichung befreit werden konnte, kam ver-hältnismässig nur sehr wenig zur Ausführung.