Band 
Erster Halbband.
Seite
342
JPEG-Download
 

342

Einige Vorkenntnisse aus der Physik. —

143

scharf begrenzt lind ohne farbigen Hand erscheinen, ob inan dasselbein die Mitte des Gesichtsfeldes oder in äussere Teile desselbenbringt, — und je näher aneinander liegende Doppelsterne ein Fern-rohr bei gleichem Luftzustande zu trennen vermag, desto besserist dasselbe e .

Zn 143 : ff. Um die Lage der Brennpunkte F und F*, die Grösse <p derBrennweite, und damit die Lage der Hauptpunkte E und E* bei einem Linsen-systeme für n° — n* praktisch zu bestimmen, schlug nämlich Gauss folgendeshübsche Verfahren vor: Nach 141:21 hat man

(F — £) • (£* — F*) = (a — <p) ■ (« — <p) = (a — <p) • (-^ L — - <p) — 7>* 1

Ist somit D ein beliebiger, mit der Linse fest verbundener Punkt, und setztman D — F = p, F* — D = q, D — £ = m, I* — D — n, so hat man

(m — p) • (n — q) = 2

und kann daher, wenn man drei Wertenpaare von m und n bestimmt, diedrei das Gesuchte gellenden Unbekannten p, q und <-p berechnen. — b. Ist dieBrennweite P einer Linse zu gross, um sie direkt messen zu können, oderhandelt es sich um eine Zerstreuungslinse, so verbindet man die zu bestimmendeLinse mit einer Sammellinse von kleiner Brennweite p und misst die Brenn-weite n der Verbindung: Da nämlich in diesem Falle für die Hilfslinse ( — P)

Gegenstandsweite wird, so hat man (137 :2)

-

n P ^

also

P =

P ■ 71

3

1

p P — n

Eine Zerstreuungslinse kann man übrigens auchdurch Versuch so zwischen ein Blatt Papier unddie Sonne bringen, dass der Durchmesser a bihres Schattens genau die Hälfte des Durch-messers des ihn umgebenden hellen Kreises ist,und hat sodann nur den Abstand der Linse vondem Blatte zu messen, um unmittelbar ihre Brennweite p zu erhalten. —c. Um den Durchmesser d des Lichtscheibchens etwas genauer messen zukönnen, hat, vgl. „Magellan, De l’auzometre invente par Mr. Adams (Journ. Rozier1783)“, George Adams (1750 — London 1795; Mechaniker in London ) ein aus dreiRöhrchen bestehendes Hilfsinstrumeutchen, den Auzometer, aus-gedaclit: Das innerste birgt eine Loupe a und wird so ge-stellt, dass die vom zweiten getragene, mit einer Längeu-scale versehene Hornscheibe h deutlich gesehen wird, — dasäusserste aber so, dass, wenn man dasselbe auf das Okulardes Fernrohrs aufsetzt, das Lichtscheibchen gerade auf bfällt, also d an der Scale abgelesen werden kann. Bezeichnetsodann D den Durchmesser des Objektives, so ist nach derHuygens’schen Regel (139 : a) D : d = P : p die gesuchte Ver-grösserung. Aücli Ramsden soll unter dem Namen Dynamo-meter ein ähnliches Apparätchen verfertigt haben. — Ein wesentlich anderes,von Arago vorgeschlagenes Verfahren zur Bestimmung der Vergrösserung sollin 148 besprochen werden; dagegen ist hier noch zu erwähnen, dass die beieinem Fernrohr statthafte Vergrösserung teils von der Öffnung (Lichtstärke),teils von der Länge (Brennweite) abhängt und nach Erfahrung sich etwa

Ocula