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Erster Halbband.
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351
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148 — Die Interferenz, Doppeltbrechung und Polarisation. — 351

gibt offenbar 372:2 tp die angewandte Vergrösserung. — c. Auf die Inter-ferenz- und Beugungs-Erscheinungen wurde zuerst Grimaldi (vgl! seine Schriftin 138) aufmerksam und hob bestimmt hervor, dass Licht zu Licht hinzugefügtunter Umständen Dunkelheit hervorbringen könne. Ungefähr gleichzeitig be-schäftigten sich Boyle in seinen „Experiments and considerations upon colours(Oxford 16G3 in 8.?)“ und Hooke in seiner „Micrographia. London 1G65 in fol.“speciell mit den Farben dünner Blättchen, deren Gesetze dann allerdings erstetwas später durch Newton in seiner Optik (130) festgestellt wurden, — wäh-rend Bartholinus in seinen „Experimenta crystalli Islandici. Hafnise 1G70 in 4.“anf die Doppeltbreclmng aufmerksam machte, welche sodann Huygens in seinemTraite (130) einlässlich behandelte, dabei zugleich die Polarisation des Lichtesahnend. — Einen neuen und überdies der Undulationstheorie zum Durchbruchehelfenden Aufschwung nahmen sodann diese Untersuchungen im gegenwärtigenJahrhundert durch die klassischen Arbeiten: „Young, On the Theory of Lightand Colours (Pli. Tr. 1802), — Malus, Theorie de la double rdfraction. Paris 1810 in 4., — Dominique-Frangois-Jean Arago (Estagel bei Perpignan 178G —Paris 1853; Prof. Astr. und Sekretär Akad. Paris; vgl.: Oeuvres. Paris 1854bis 1802, 17 Vol. in 8., deutsch von Hankel, Leipzig 1854—00, und: Jos.Bertram!, Paris 18G5 in 8.) , Sur nne moditication remarquable qu’epronventles rayons luminenx dans leurs passages ii travers certains corps diaphanes(Mem. Par. 1811), — Fresnel, Memoire sur la diffraction de la himiörc (Mem.Par. 182G ; aber schon 1815 vorgelegt und 1819 gekrönt), — Brewster, Lavvswhicli regulate the polarization of light by refleetion (Pli. Tr. 1815; liier Nach-weis, dass Atg n = Polarisationswinkel, und somit reflektierter Strahl senk-recht zu gebrochenem Strahl), — Biot, Sur les rotations que certaines sub-stances impriment aux axes de Polarisation des rayons lumineux (Mem. Par.1819), — .1. Herschel, On the action of crystallized hodies on liomogcneonslight (Pli. Tr. 1820), — Friedrich Magnus Schwerd (Osthofen in Rheinbayern1792 — Speyer 1871; Prof, inatli. Speyer ; vgl. Ilecl: Speyer 1872 in 4.), DieBeugungserscheinungen aus den Fnndamentalgesetzen der Undulationstheorieanalytisch entwickelt. Mannheim 1830 in 4., — Cauchy , Memoire sur la dis-persion de la lumiere. Prague 1830 in 4., — Friedrich Weber (Magdala in

Sachsen-Weimar 1842 geh.; Prof. phys. Zürich ),Die wahre Theorie der Fresnel’schen Interferenz-erscheinungen (Ziirch. Viert. 1879), — et,c. u —Als Anwendung füge ich noch das von Merzkonstruierte sog. helioskopische Okular an, wel-ches aus zwei auf einander verdrehbaren BüchsenA und B besteht, deren jede zwei gegen dieoptische Axe des Fernrohrs um p = 90° — Atgngeneigte Parallelspiegel enthält: A wird anden Okularauszug angeschraubt, während B dasOkular trägt; bei A || B geht das Licht fastungeschwächt, bei A J. P> gar nicht, in Zwischenlagen beliebig moderiert durch.

149 . Einige Begriffe aus »1er Wärmelehre. — Die sog.Wärme ist mit dem Lichte verwandt und häuiig verbunden, —strahlt wie dasselbe, — wird nach denselben Gesetzen rellcktiertund gebrochen, — ja in neuerer Zeit ebenfalls nicht mehr als Stoff,sondern als eine Bewegungsform betrachtet “. — Dagegen weicht