153 — Einige Begriffe aus der Lehre vom Magnetismus.
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Noriml). 1550 in fol.“ wohl zuerst beschrieb. — ft. Um die Pole zu finden,wurde der Magneteisenstein in Eisenfeile gelegt und dann nachgesehen, welcheStellen einen Bart erhielten. — c. Die durch Verteilung, respektive durchBestreichen gegebene Möglichkeit, sog. künstliche Magnete zu erzeugen, scheintnach den obigen Notizen schon den Alten, jedenfalls spätestens um 1543 GeorgHartmann, bekannt gewesen zu sein, und die sog. Armierung der Magnete durchAnlegen eines weichen Eisenstabes, des sog. Ankers, an beide Pole, findet sichbereits in „William Gilbert (Colchester 1540 — London 1003; Arzt in London ),De magnete.' Londini 1600 in 4.“; aber immerhin verdient der zur Zeit alsVirtuose in Erstellung kräftiger Hufeisenmagnete betrachtete Johannes Dietrich(Basel 1700? — ebenda 1758; Goldschmied und Mechaniker in Basel ) speciellerErwähnung, zumal seine Erzeugnisse und die Untersuchungen von DanielBernoulli sich gegenseitig förderten. — < 1 . Nachdem schon Anton Brugmans (Hantum in Friesland 1732 — Gröningen 1789; Prof, philos. et philos. nat.Franeker und Gröningen ) in seinen „Tentamina philosophica de materia ma-gnetica. Franecquerse 1763 in 8. (deutsch durch Eschenbach, Leipzig 1784in 8.)“ und einigen spätem Schriften bemerkenswerte Untersuchungen über dasVerhalten verschiedener Körper zum Magnete veröffentlicht hatte und aucheinzelne andere betreffende Erfahrungen bekannt geworden waren, nahmFaraday dieses Gebiet mit gewohnter Meisterschaft in Arbeit und gab nun inseiner Abhandlung „On new magnetic aetions and on the magnetic conditionof all matter (geschr. 1845, publ. in Ph. Tr. 1849)“ die erhaltenen, oben kurzangedeuteten Resultate zum besten. — Zum Schlüsse füge ich noch folgendeLitteraturangaben bei: „Musschenbroek , Dissertatio physica de magnete.Vienn» 1754 in 4., — Antoine-Cesar Becquerel (Chätillon-sur-Loing 1788 —Paris 1878; Prof, am Musee d’hist, nat. und Akad. Paris ; Vater von A. E. in130: b), Traite de l’electricite et du magnetisme. Paris 1834—40, 7 Vol. in 8.,— Tyndall, Researches on diamagnetism and magne-crystallic action. London 1870 in 8., — etc.“
154 . Die Gesetze des Erdmagnetismus. — Hängt maneine Stahlnadel in ihrem Schwerpunkte an einem ungedrehten Cocon-faden auf und macht sie sodann magnetisch, so nimmt sie nach einerReihe von Schwingungen nicht nur eine Ruhelage an, welche anjedem Orte eine bestimmte Abweichung vom Meridiane oder einesog. Deklination, und eine bestimmte Abweichung von der Hori-zontalen oder eine sog. Inklination zeigt, sondern setzt auch einenvon bestimmter Intensität zeugenden Widerstand entgegen, wennman sie aus dieser Lage entfernen will “. — Bezeichnet I die In-tensität des Erdmagnetismus, — H ihre horizontale und V ihrevertikale Komponente, — k das Trägheitsmoment und m die Masseder Nadel, — d die Entfernung eines Poles derselben von ihrerDrehaxe, — M aber das sog. magnetische Moment der Nadel, sohat man nach GailSS, da eine Magnetnadel wie ein Pendel schwingt,
V
V
M = d • m t, = n
zu setzen, wo t £ die Schwungzeit einer horizontal, t 2 diejenige einer