Band 
Dritter Halbband.
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Die relativen Messungen.

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hinzuweisen, was erst in der neuern Zeit durch die Bessel (vgl. seinen „Nach-trag zur Theorie des Kreismikrometers“ in Mon. Corr. 26 von 1812), Gauss und Struve (vgl. 382), etc., geschehen zu sein scheint. — d. Ganz besonderseinlässlich beschäftigte sich Argeiander mit diesen Verhältnissen und besprachdieselben (wie ich aus den Aufzeichnungen von Fr. Henzi, vgl. 592, weiss) inseinen Vorlesungen im Detail. So z. B. teilte er mit, dass er aus einer längern Be-obachtungsreihe bei den mittlern Werten m = 12 0 40' = p und d = 23 0 30‘ = <5durchschnittlich die Fehler f' • Se d • Cs m = 0",469 in At und 15f‘-Sem =1",458 in D, also im Mittel f = 0',0946, — bei den mittlern Werten m = 54° 27‘ = /eund d = 14° 0‘ = ä dagegen f' = 0 S ,1443, — folglich nach 1" die Werte f = 0 8 ,0895und g = 0',1391 gefunden habe. Anlehnend an diese Resultate machte er so-dann folgende Entwicklung: Sind d und S gleich, m und p aber gleich odersupplementär, so ergeben sich nach 1, 2, 7 und 5, wenn der Fehler in Dekli-nation ebenfalls in Zeit ausgedrückt und eine gute Bestimmung des Radiusvorausgesetzt wird,

f 12 — f 2 + g ’ 2 ■ Si 2 m • Co 2 d = f " 2 d A = f' • Cs m • Se d dD = f' ■ Se m Sworaus der Fehler in der Position dP = |/dÄ 3 -|- d D 2 folgt, und somit, wenndie Tausendstel-Sekunde als Einheit gewählt wird, die obigen Werten von fund g entsprechende Tafel:

in

f'

dA

dD

dP

d = 0°

30°

60°

d = 0°

30°

60°

d = 0°

30°

60°

d = 0°

30°

60°

90°

165

150

113

165

173

226

OO

OO

OO

OO

OO

OO

75

161

147

112

167

176

232

624

583

433

646

609

491

60

150

137

108

173

183

249

300

274

216

347

329

330

45

133

123

102

188

200

288

188

174

144

266

265

322

30

113

108

96

227

249

384

131

125

111

202

279

400

15

97

95

91

373

424

703

100

98

94

386

435

709

0

90

90

90

OO

OO

OO

90

90

90

OO

OO

OO

aus der z. B. hervorgeht, dass dP für mittlere Werte von m einen Minimal-wert annimmt. Um diese Verhältnisse noch genauer zu ermitteln, kann mandie aus 8 folgende Formel

dP 2 = dA 2 + dD 2

f 2 ~T g 2 ■ Si 2 m • Co 2 dSi 2 m • Co 2 m • Co 2 d

(1 — Si 2 m • Si 2 d)

9

nach m differentieren, woraus

d (dP 2 |dm

h 2 • Si 4 m + 2 f 2 • Si 2 m — f 2Si 3 m • Co 3 m • Co 2 d

wo

h 2 = g 2 Co 4 d — f 2 • Si 2 d 1«

folgt. Es wird also dP ein Minimum, wenn

li 2 . Si 4 m + 2 f 2 • Si* m — f 2 = 0 oder Si 2 m = f [l/lP+1 2 — f J: h 2 11ist, und hieraus ergiebt sich z. B., dass für die Argelander ’schen KonstantendP ein Minimum wird, wenn für Sterne der Deklination d = 0, 30, 60° je m =36° 21', 39° 43' und 51° 24' gewählt wird, wofür 9 die Minimalwerte d P = o“,254,0,258 und 0,318 ergiebt, — u. s. w. — Aus 8 folgt ferner, dass dA fürm = 90° und dD für m = 0 oder 180° Minimal werte erhalten. Fragt man nun,wie viele Beobachtungen p' in JR bei m zu machen sind, um ein gleich sicheresResultat wie aus p Beobachtungen bei 90° zu erhalten, so ist dies, da sich