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— Die Veränderlichkeit des Sonnendurchmessers. —
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keiten und Personalfehler entkräftet werden zu können. Für die Zahlenreiheselbst auf das Bull. Neucli. von 1884 und meine Mitth. 61 von 1884 verweisend,reproduziere ich vorstehend nur die damals von mir entworfene graphischeDarstellung, in welcher die Ahscissen den Jahren 1861—83 entsprechen, dieaufsteigende Scale links zum Aufträge meiner Relativzahlen, und die ab-steigende Scale rechts zum Aufträge der Tausendstels-Zeitsekunden diente, umwelche der für das betreffende Jahr berechnete mittlere Badius über l m 4 Shinausging: Sie spricht so klar, dass es kaum nötig sein dürfte, noch etwasbeizufügen; dagegen mag noch erwähnt werden, dass die Radien auch einejährliche Periode andeuten, welche von derjenigen der Temperatur wesentlichverschieden ist, dagegen so auffallende Ähnlichkeit mit dem Jahresgange derDeklinationsvariation besitzt, dass wohl auch da mehr als ein sog. Zufall vor-handen sein dürfte. — Die erwähnten neuen Veröffentlichungen veranlasstenauch Auwers, seine frühere Studie noch weiter auszudehnen und seine „NeuenUntersuchungen über den Durchmesser der Sonne (Berl. Sitz. 1886—87)“ sindvon hohem Interesse; aber wenn sie ihn auch wesentlich wieder zu negativenResultaten führten und namentlich zeigten, dass die persönlichen Fehler einegrosse Unsicherheit in Serien solcher Art einführen, so ist es denn doch wohlkeinem Zufälle zuzuschreiben, dass auch er zugeben muss, es zeige die Maske-lyne’sche Reihe von 1783—90 (also bei ausserordentlicher Fleckenhäufigkeit)„unzweideutig“ eine Abnahme, von 1791—1810 (also hei seltener Flecken-armut) eine Zunahme des Sonnendurchmessers, — und dass von seinen dreiGruppen 1851—1861 (ein schwächeres Maximum umfassend), 1862—1872 (dasin der Figur dargestellte ungewöhnliche Fleckenmaximum involvierend) und1873—1883 (in welcher Fleckenarmut vorherrschte, so dass sie für die grössten-teils auf sie fallende, 1887 in den Rendiconti dei Lincei besprochene, neueVersuchsreihe Respighis möglichst ungünstig war) „nur die mittlere“ etwas ent-schieden „für einen Zusammenhang der Durchmesser mit dem Fleckenstande“spricht, zeugt nicht gegen, sondern eher für denselben. Um eine kleine syste-matische, nur wenig über die Unsicherheiten der Bestimmungen hinausreichendeUngleichheit nachzuweisen, soll man sie immer an einzelnen bevorzugten Stellenaufsuchen, wie in unserm Falle eine solche in der (überdies nur von zweiBeobachtern erstellten) Neuenburger Reihe für 1864—73 vorhanden war, —aus der in jeder Richtung ungünstigem Fortsetzung jener Reihe von 1874 bis1883, ja sogar aus dem Zusammenlegen beider Abschnitte, hätte man auchkein bemerkenswertes Resultat erhalten.
531 . Die Soimenphotographien. — Schon 1854 hatte JohnHerschel den Wunsch geäussert, es möchte die Sonne zur genauemVerfolgung der Bildung, Bewegung und Umgestaltung der Fleckenregelmässig photographiert werden, und es wurde demselben alsbaldmehrfach Folge geleistet“; aber die neuere Zeit ist noch weitergegangen, indem die Photographie jetzt nicht mehr bloss zur Fixi-rung des bereits Gesehenen dient, sondern, namentlich durch Janssen,dazu gebracht worden ist, uns Gegenstände und Verhältnisse, wiez. B. die an einen flockigen Niederschlag erinnernde merkwürdigeGranulation der Sonnenoberfläche, zur Anschauung zu bringen, welcheuns früher verborgen waren b .