Band 
Vierter Halbband.
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— Die Planeten, Monde und Ringe.

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welche der Knotenlinie der Pallas- und Ceres -Bahn entsprachen, somit mut-masslich auch von allfälligen andern Trümmern von Zeit zu Zeit passiert werdenmussten. Als sodann bei diesem systematischen Suchen Harding 1804 IX 1 inden Fischen die Juno, und Olbers 1807 III 29 in der Jungfrau die Vesta anf-fand, schien die Richtigkeit der Olbers’schen Hypothese, „deren Wahrheit oderFalschheit“ übrigens ihr Urheber (Berl. Jahrb. 1810) dahingestellt sein liess,indem er sie nur benutzte, „wozu Hypothesen überhaupt nützlich sein können,nämlich bei Beobachtungen zu leiten“, in auffälliger Weise bestätigt zu sein,und noch Lagrange sprach sich 1812 in seiner Note „Sur I’origine des Cometes(Conn. d. t. 1814)“ zu ihren Gunsten aus. Als sich dann aber gegen die Mitteunsers Jahrhunderts die sofort zu besprechenden Nenentdeckungen rasch folg-ten, führte jede derselben der Ansicht von Huth Oberwasser zu, und es bedurftekaum der Zusammenstellungen und Rechnungen der Encke, Newcomb, etc.,um ihr zum vollständigen Siege zu verhelfen.

546 . Die durch Hencke inaugurierte neue Serie vonEntdeckungen. — Während die 1824 durch die Berliner Akademieauf Wunsch von Bessel angeordnete, dem frühem Plane (543) ganzentsprechende Aufnahme der sog. „akademischen Sternkarten“ unterLeitung von Encke noch in voller Ausführung begriffen war, näm-lich im Jahre 1845, fand ein eifriger Liebhaber der Astronomie,Karl Ludwig Hencke , auf Grund von ihm selbst entworfener Special-karten in der Astrsea einen fünften, ja 1847 in der Hebe noch einensechsten Planetoiden auf, und inaugurierte dadurch eine neue, sichallerdings später auf jene akademischen Karten stützende Serie vonEntdeckungen, welche eine die kühnsten Erwartungen weit über-steigende Ausdehnung gewann und immer noch nicht abgeschlossenscheint". Es würde sich jedoch hier kaum lohnen, alle diese ein-zelnen Funde und die ihnen beigelegten Kamen aufzuführen, undes mag genügen, mitzuteilen, dass gegenwärtig schon über drei-hundert solcher Planetchen registriert sind, deren Überwachungbereits ungebührlich viel Zeit in Anspruch nimmt, ja der Nutzeneiner Neuentdeckung schon jetzt kaum mehr im richtigen Verhältniszu der durch sie veranlassten Mehrarbeit steht h .

Xu 54 <>: a. In Beziehung auf die schon früher (190) erwähnten „Aka-demischen Sternkarten“ mag noch beigefügt werden, dass Bessel 1824, gestütztauf seine Zonenbeobachtungen (592), für die AI 19 bis 20 11 und D 15 bis — 15°eine Kartenprobe entworfen und der Berliner Akademie mit dem Wunscheeingesandt hatte, sie möchte eine solche Karte patronisieren, während er un-gefähr gleichzeitig an Gauss schrieb: „Dass die Ausführung höchst nützlichund unserer Zeit ehrenvoll sein würde, ist kaum zu bezweifeln, ebenso wenigals dass bei dieser Gelegenheit einige neue Planeten entdeckt werden würden“.— Während Olbers und seine Freunde etwa 1816 das Suchen nach weiternPlanetoiden als ein auch gar zu wenig lukratives Geschäft definitiv aufgogebenhatten, wurde dasselbe etwa 1830 durch Hencke wieder aufgenommen, dersich mit grosser Ausdauer, und (nach Galles Zeugnis) ganz unabhängig vondem soeben besprochenen akademischen Unternehmen, Specialkarten anlegte