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Geschichte der Zeugdruckerei, der dazu gehörigen Maschinen und Hilfswerkzeuge und der Erfindungen im Gebiete des Kolorits für den Baumwollen-, Leinen-, Seiden-, und Schafwollendruck, bis auf die neueste Zeit : nebst einer ausführlichen Übersicht des gegenwärtigen Standes dieser Kunst, in technischer, commerzieller und statistischer Hinsicht / von Wilhelm Heinrich von Kurrer ; mit Beiträgen von K.J. Kreutzberg
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chen Blaugründe/ allein die kalte Indigküpe, so wie die Schutz«dappe aus Kupfersalzen kamen erst in der Mitte des lötenJahrhunderts auf. Die kalte Indigküpe mit Zinnoxydul, unddie Schutzpappe mit Zinksalzen gehören der neuern Zeit an.

Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts wußte man nach kei-len andern Prinzipien, als eben den erklärten, Kattune zu drucken,äu den ersten Erfindungen des jetzigen gehöret eine eigentlicheVervollkommnung der eben bezeichneten Blaugründe, oder die Er-findung der Lapiswaare, deren Vervollkommnung Daniel Köch-in in Misthaufen gebührt. Derselbe zeigte nemlich, daß man mitden, Deckpapp zugleich schickliche Mordants für Krapp, Wau, Ouer-sitron u. s. w. auftragen, und wenn die Zeuge dann nach der^lauküpe noch in andere Farbenbäder gebracht wurden, man nicht'nr ächte Farben im Blaugrunde erhalt, sondern völlig scharfe Ob-iekt^, was beides bei dem frühern Verfahren vermißt wurde.

Diese neuen Artikel, die man Lapis nannte, fanden um so»'ehr BeFM, da sie durch Abänderung der Beiz- wie der Farb-stoffe viele tyannigfaltigkeit zuließen, sich sehr gut für den Walzen-bruck eigneten <„d die Farben sich durch Dauerhaftigkeit empfahlen.Vian konnte meh»»rß Farben mit veränderter Beizbeimischung Vor-drucken, und so im K>.ippbade verschiedene Roth, Braun u. d. g. aufeinmal erhalten. Ebensi, mannigfaltig wurden andere Farbenabftu-,hingen durch gemischte Farbmbäder erzielt. Die Farbenanzahl wurde»och durch allerlei Ren trage»., durch Safloriren u.d. m. vermehrt»

, Der Artikel Lapis wurde durch Erfindung eines Äzpapps,ber aus einer Verbindung von armstksimrem Kali und Sublimat,zuweilen auch aus Kupfersalzen mit Citronen- und Weinsteinsäurebesteht, und vor den farbigen Pappen aufgedruckt wird, vervollkommt.Alan wurde durch diese Erfindung in den Etand gesetzt, ganz kleinelein weiße Objekte, zarte Linien und Punkte,'m rothen, braunen,die im blauen Grunde darzustellen. Später stell;-, man den Lapis-artikel auch im dunkelblauen Grunde dar, und nannte das Fabrikatunkelblaue Lapis. Auch lernte man seit Kurzem ein Verfah-ren kennen, ächtes Grün mit weißen und andern farbigen Fi-guren darzustellen, nemlich, wenn die mit Schutzpapp gedruckteBlaare zuerst in eine kalte Indigküpe gebracht, und von da unmit-telbar in eine basisch essigsaure Bleiküpe eingesenkt wird. DieFarbe erscheint blau, geht aber nach dem Reinigen und Ausfärben

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