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Wiche. Errre Hochehrwürden sehen Zwei-fels ohne, das ich den verderbten, GothischenGeschmak in Gedanken habe. Kan man die-sem verderbten Geschmakke mit genügsamenGrunde Vorwürfe machen; so folget ohn-sireitig, das wir gewisse Reguln haben müs-sen, nach welchen die edle Malereikunst, inihrem schönen, in ihrem felerhaften, in ihremwiedersprechenden beurteilet werden könne.Ich schliesse nicht unfüglich: da wir bereitsin der Meskunst (mathematica) die Leren derSehekunst (opticas , nebst ihren verschiede-nen Teilen; desgleichen die Lere pon der Vor-stellung des entfernten (perspectiua) vor uns,und ausgearbeitet haben, so sei es zu wünschen,das wir die Grundregeln der Malerkunft(artis pictoriae) nach einer kritischen Einsichtbeurteilen, und ehe wir die Dreistigkeit da-von zu urteilen, nemen, dieselbe vorzustellenund in einen Zusammenhang zu bringen suchen.
Da ich nun EurerHochehrwürden das-ienige, wovon ich zu handeln gesonnen bin,kürzlich vorgeleget habe, so mus ich auch diegründe anfüren, durch welche ich diese ge-ringfügige Arbeit Eurer Hochehrwürdenbesonders zuzueignen bewogen bin.
Ich will der algemeineren Ursachen ieztnicht gedenken: das Dieselbe den höchstver-bienten Rum eines gründlichen Weltweisenbehaupten , und also die Erweiterung der Er-kautnis der Warheit Ihrer Neigung nach
S Z gütig