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[Band 1.]
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648 Geschichte

empfieng er im Jahr 1699, an gemeldetem Orte ihrerWohnung sein Leben. Seine Aeitcrn widmeten ihnfrühzeitig den Wissenschaften, und ins besondere derGottcsqelahrtheit; weswegen er sogleich nach den er-sten Kinderjahren der Unterweisung und Erziehungdes geschickten Rectors Elberus zu Boykeloo überge-ben rvurde, unter dessen Anführung er innerhalb fünfJahren in der lateinischen und griechischen Sprachedergestalt zunahm, daß er,im funfzehenten Jahre seinesAlters auf das akademische Gymnasium zu Deventergesendet werden konnte. Er verband mir einem vor-trefflichen Witze und Beurtheilungskraft, womit ihnsein Schöpfer begabt hatte, einen ausnehmenden Fleiß.In den schönen Wissenschaften war der Pros. Bovcrsein Lehrmeister, in der Weltweisheir der berühmteT^öel, der Sohn, und in der Gottesgclahrkheit dernoch lebende Hr. Christian Gerhard Osterharis.Die im Jahr 1716. von ihm selbst aufgesetzte, und un-ter dem Vorsitze des gemeldeten Zvöels vertheidigte,akademische Streitschrift de omniprxfcntia Dei, warein gewisses Zeugniß seines öffentlichen sowohl, alsbesonderen Fleißes, und der gegründeten Hoffnung,so man sich von ihm machen konnte.

Räch drey Jahren begab er sich nach Utrecht, undwohnete vornehmlich den Vorlesungen der berühmtenMänner, Aöel, des Vaters, von Älphcn, Lampe,tTJisl und Düker, bey; und nachdem er allhier ineiner Zeit von 4 Jahren einen Schatz mannigfaltigerGelehrsamkeit gesammlet hatte, ward er, nach rühm-licher Prüfung von der Claßis zu Salzbommei 1720.unter die Anzahl der Candidate» des Predigtamts auf-genommen.