Band 
[Band 1.]
Seite
688
JPEG-Download
 

683

Geschichte

Gelehrten von mütterlicher Seite, Wilhelm Erpett-deck, hat der Eroberung und traurigen Zerstörungder Stadt Magdeburg in dem sogenannten dreyßig,jährigen Kriege r6zi. alö Lieutenant in kaiserlichenDiensten bepgewohnet, wegen Errettung und Be.ftbirmung aber eines ehrbaren Frauenzimmers vordem gewaltsamen Ueberfall unbändiger Soldaten, ei-ne goldene Medaille und Ring zum Zeichen der dank-baren Erkenntlichkeit empfangen, und den Seinigen,bey denen es noch itzo aufbehalten wird, zum An.denken hinterlassen.

. Den 27sten Julius des Jahres 1694, (nicht, wiedurch ein leichtes Versehen in den mil'collaueiz Duis-burgenstbus Tom. 1. faic. I. p. 141. angegeben wor-den, 1695) erblickte unser Herr Professor das Lichtdieser Welt, als erster und zugleich einziger Sohnseines Vaters, welchen er gleich im folgenden Jahre,da er kaum neun Monate alt war, einbüßet«. Vondieser Zeit an wurde er erstlich unter Aufsicht seinerMutter und Großaltern, nachher aber, nachdem jenezur zweyten Ehe geschritten, diese aber durch ihr ho-hes Alrer verhindert worden, unter der Fürsorge sei-ner Vormünder erzogen. Er besuchte anfänglich diedeutsche und lateinische Schule in seinem Geburtö.orte, und genoß des Unterrichts des Rertors Sa-muel Habicht. Nachher aber wurde er zu Teklen-burg vor dem Reetor, Dlcderich Herrmann Hü-nemann, näher angeführet. Nachdem er hiefelbstdie ersten und nöthigsten Gründe der gelehrten Spra-chen geleget hatte, hielten es seine Vormünder aufAnrathen guter Kenner für dienlich, ihn im Jahre*708. in daS Pädagogium der berühmten Stadt Bre-men