738 Geschichte
Hauptschmucks eine große Aebnlichkei't sich befinde.2) Hrn. Benedict Wilhelm Munchs, gleichfallsCandidaten zu Nürnberg, A-Ieciicntio exegetica decorona, Christo Sponso a matre imposita ad illustr.Cant. 111 , ii. 2 Bogen *).
Wider Vermuthen erwähleten die Herren Curato-ren der Altorfischen Akademie unsern Hrn. Dietcl-mair im Hornung des I746sten Jahres, nach demAbsterben des sei. D. Treftnreurcrs in Altorf, zumordentlichen Professor der Theologie. Dieser Ruftrennete ihn von seiner Gemeine, von welcher er amSonntage Judica Abschied nahm. Zu Altorf trat er
erst
*} Nachdem der Verfasser die verschiedenen Meynungender Ausleger vom Sinne dieses'Spruchs gcprüfethat, tragt er seine eigene Erklärung vor. Er ver-' steht unter dem Könige den erhöheten Gottmensch,Christus, der seiner gläubigen Kirche Bramigamist. Den erfreulichen Tag seiner Hochzeit halt erfür die ganze Zeit des N. Test., von der HimmelfahrtChristi an, bis zum Ende der Welt. Die Krone,womit er nach Art der jüdischen Bräutigame gckrö-net worden, soll die große Ehre und Herrlichkeit seyn,welche ihm aus der geheimnißvollen Vereinigungmit seinen Gläubigen zukömmt. Die Mutter aber,welche ihn gckrönet hat, waren die Apostel und übri-gen Lehrer der Kirchen, welche, als eine geistlicheMutter, Mattb. XII, 49.50. Eal. I ll.19. das ReichChristi unermüdet ausbreiten, und dem Herrn Jesueine Seele nach der andern zur Braut zubringen undvertrauen, s. Hamb. gel. Ber. No. 36. von 1746.Wir können nicht leugnen, daß uns des Hrn. M.Jc>h. Fc. -Hirt, welcher itzt zu Weimar am Gymna-sio als Conrector steht, Erklärung dieser Stelle in
seiner Commentatione 4c co-oim apud Heb^xos
nuptialibus, 1748- besser gefallen habe. Selbiger
behau-