des Hrn. Gabriel Cramer. 979
Eine große Mannigfaltigkeit von Vorwürfen, denener seine Aufmerksamkeit widmete, und öfters ganzüberhäufte Gefchäffce, verursachten übrigens, daßer von einer Menge gelehrter Werke nichts anders,als einen Anfang oder Entwurf machen konnte.Sein gelehrter Briefwechsel in viele Länder war starkund weitläuftig. Mit mehr als fünfzig Personenunterhielt er ihn ordentlich. Was man von seinenBriefen vorgefunden hak, beweiset, daß dieselbeneben so viel gründliche Ausarbeitungen waren, unddaß dem Reiche der Wissenschaften durch deren Her»ausgäbe ein gewünschter Nutzen erwachsen würde.Man würde insbesondere gar seltene Gedanken vondem Schalle und der Fortrreibung desselben, wie auchüber andere wichtiqe Materien aus der Geometrie,Astronomie, Physik und Metaphnsik, und über aller-ley Werke, so zu seiner Zeit ans Licht getreten, dar-in« antreffen; wie man sich aus einem Briefe anden Hrn. de Nlairan, über den Schall, so in demJournal des Savans, Mars 1741. befindlich ist, gnug-sam überzeugen kann. Eine ganze Reihe von sol-chen Briefen, auch über verschiedene metaphvsischiiFragen, an die Herren Bernouilli, an die berühm-testen Akademisten und andere Gelehrten zu pariS/unter denen auch die Frau Marquisinn duEhatSlecwar, an die Herren StirlittI, 'jfitvtrt und Llicrcelaurin, in Engelland, und an den Hrn. Pväftdenkvon Mauperruis, Hrn. Euler und Hrn. Formepzu Berlin, würden unsern Gelehrten noch derNach-welt in seiner rechten Stärke und Größe darstellenkönnen. Unter seinen Handschriften hat sich ein Ver-such einer Vernunftlehre in französischer SprächeQqq 2 gefun-