98o Geschichte
gefunden ; wie auch etwan die Hälfte der LIemenrci’ Arithmetique. Diese hat er zum Gebrauch desdurchlauchtigen Prinzen von Gotha, und jenen vordie Tochter eines Freundes, welcher er denselben er-klarete, aufgesetzet.
Er starb den fünften Jenner 1752 im acht undvierzigsten Jahre seines Alters. Eine durch einenFall aus der Kutsche verursachte Krankheit, welcheer anfänglich nicht viel achtete, welche aber sehrschleunig zunahm, nöthigte ihn auf eine Veränderungder Luft bedacht zu seyn. Er begab sich daher den22 December 1752, in Gesellschaft eines vornehmenFreundes und seines jungen Vetters, auf die Reisenach Lyon, und von da nach Montpellier. Alleindrenzehn Tage hernach, nämlich den 4 Jenner 1752,übereilete ihn der letzte Feind zu Bagnols in Lan-guedoc, nachdem er sein Alter auf heben und vierzigund ein halbes Jahr gebracht hatte. Ein Bürgerdes Ortes bot sein Landgut, so eine halbe Meiledavon gelegen, an, um ihn, mit Erlaubniß derObrigkeit, als einen Protestanten zu begraben. SeinTod war sanfte. Er gieng aus, wie eine Lampe,welcher es an Oel gebricht. Das Reich der Wissen-schaften har in ihm eine seiner größesten Zierden, aberauch die Religion einen christlichen Philosophen ver.loren, dessen ganzer Wandel von einer erleuchtetenVernunft und gesunden Erkenntniß Gottes regieretwurde, und der durch fein redendes Exempel denfalschen Witz der Freygeisterey am besten widerlegte.Er war aus Ueberzeugung und aus eigener Wahlein Christ. Die mathematische Wissenschaften ßndzwar jederzeit sein Hauptwerk gewesen; allein er war