996 Geschichte
heit gründlich erlernen zu können. Doch, er sahegar bald, daß er zuvor sich auch noch mit einer ver-nünftigen Weltweiöheit bekannt machen müßte, wenner die Steine des Anstoßes desto ungehinderter ver-meiden wollte. Was für gesunde Urtheile die ita-lienischen Juristen um diese Zeit zu Neapolis von derNothwendigkeit der Philosophie zur Rechtsgelahrt.heit geheget, lernet man aus desGravina Buchvorn Ursprünge und Fortgange des bürgerlichenRechts, weiches 1701 zu Neapolis ans Licht rrat.Der Herr de Januario konnte gar leicht zu reinernQuellen der Weltwxisheit, als die aristotelische hak,gelangen, weil er eben in diesem Zeitlaufe studirete.Er sagte der alten Schulphilosophie gute Nacht, undmachte sich mit den neuern Weitweisen bekannt. Diecartesianische Philosophie kam damals zu Neapolisauf. Der Herr de Januario übte sich in allenTheilen derselben, und schöpfte aus den Schriften derAnhänger des Carkesius die Gründe des Rechts, derBilligkeit und des gemeinen Wesens.
Hierauf war seine erste Bemühung, die Quellendes römischen Rechts aufzusuchen, den Gründen derBesehe nachzuspüren, den Verstand der Auesprücheder alten römischen Ausleger der Besehe zu erörtern,und mit dem allen die schönen Wissenschaften zu ver-binden. Eine Bemühung, von welcher diejenigenstch weit entfernen, die nur sogleich zur Praxis, dasIst zum Brodt, eilen. Da der Hr. bt Januarioan einem Ort lebete, wo er die zu seiner Absicht er.wünschte Gelegenheit fand, so fernes« er leicht, wasden Fleiß in den Gesehen schön und angmehm machenkonnte.
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