Band 
[Band 1.]
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ioo6 Geschichte

Bestreitung des Aristoteles zum Zweck hatte. Allein,weil ihm theils die Mönche so viel Händel machten,daß er für Gram wahnwitzig wurde, theils seine Bü-cher in den Indicem exputgacorium zu stehen kamen;so nahm seine Akademie bald nach seinem Tode ihrEnde, und seit solcher Zeit hatte man bis ins itzigeJahrhundert keine solche gelehrte Gesellschaften, oderAkademien, zu Neapolis gehabt. Hr. Sergiuskonnte in einer solchen gelehrten Gesellschaft ball)durch Verlesung eines Aufsatzes, bald durch Beur-theilung fremder Arbeiten, die Stärke seiner Ge-lehrsamkeit an den Tag geben, und erwarb sich da-durch Hochachtung. Eben dadurch ward er auchgereizet, juristische Proben vor Gericht abzulegen,und daß um so vielmehr, weil sein Vater, ein er-fahrner Advocat, ihm die Hand biethen konnte.Unser Sergius führete demnach nicht nur glücklicheProcesse, sondern ward zugleich so berühmt, daß ecin wichtigen RechtSfallen zu Rathe gezogen ward.Sein Ruhm ward noch mehr durch seine herausge-gebene juristische Abhandlungen befestiget, worinn erdie RechtSgelahrtheit mit der Beredtsamkeit so wohlverbunden hat, daß man nicht weiß, welche vonbeyden man an ihm am meisten bewundern soll.

Als der ißtregierende König von Neapolis undSicilien zum Wohl seiner Unterthanen die Verbesse-rung des Justizwesens unternahm, und auf die Be-festigung , Erklärung uud Vermehrung der Gesetze,auf die Verbesserung der Tribunalen und Advoca-ten, desgleichen auf rechtschaffene Richter bedachtwar, und seinem geheimen Secrctar BernardinusTamisinus aufgab, ihm die geschicktestes, Personen