des Hrn. Ich. Chrysofforirus Scrafo. isiz
daß er die weitlauftige scholastische Theologie angrei-fen mußte. Er erlernete ihre Theile, und vertheidigtewiederum öffentlich einige Sähe aus derselben. Hie»mit hörete er auf ein Lehrling anderer zu seyn, undward selbst «in Lehrer. Er ward nämlich zum Lectorbestellet. In diesem Amte dictirete er seinen Zuhö-rern sowohl philosophische, als theologische Materien,bloß aus dem Gedächtniß, ohne ein Manuscript zugebrauchen, und vertheidigte auch, nach dem Beyspieleanderer Lectoren oder Professoren, verschiedene Streit-sachen. Jedoch selbst sehne» er sich nach dem Umfangealler Wissenschaften, und übte sich deswegen sonder-lich in der Mathematik, namentlich in der Algebra,Trigonometrie und Stereometrie, ferner im canoni,schen Rechte und in der Medicin, und zur Ergöhlich-keit in der französischen Sprache. Er verfertigteauch Tragödien von geistlichen Materien.
Nach zurückgelegtem achtzehnten Jahre seines Al-ters verfügte er sich ins Kloster des heil. Agrippinus,und trug den patribus Basilii Magni seine Entschlief-st, II g vor, in ihren Orden zu treten, welches auch1703 den 3 März erfolget«. Er zog den Ordenshabitim Kloster der Mutter Gottes zu Nocera della Pa-gani an. Schon in seinem Probejahre predigteer oft, und zuweilen, wenn es die Noth erforderte,aus dem Stegereif. In demselbigen Jahre wurdeihm vom Präfectus der Mission, weil der Expositordes Catechismus krank ward, desselben Amt aufge-tragen. Nach vollendetem Probejahr that er öffent-lich Profession, und der General seines Ordens erklä-rete ihn zum öffentlichen Lector oder Professor, derPhilosophie und Theologie. Seiner Neigung einSss z Genüge