546 Geschichte
und Ioh. Christoph von Uffenbcrch*). Jener,«in berühmter Medicus und Physicus seiner Geourks«stadt, welcher verschiedene zur Arzneykunst gehörigeWerke wieder auflegen lassen, und übersetzet hat;auch seines ehemaligen Lehrers in Italien, Henr.Snxonia, kanclreum medicinae selectum dajelbstt6oz. in Folio auS der Handschrift zuerst ans Lichtgebracht, »nd aus dein Schatze seiner eigenen Ge-lehrsamkeit und langet, Erfahrung viele beträchtlicheWerke in Druck gegeben hat, die den Beyfall derKenner erhalten haben. Dieser ist hochgräflichPscnburg.Vüdlnqischer Rath, auch kaiserl. Reichs«hofrachs - Agent **) gewesen, welcher bey Gelegenhritseiner viermaligen Versendung nach Wien, das be-trächtliche Werk, de excelsisiimo consilio Caeli) reoimperiali aul.ico, vom kaiserl. Relchshofrarh,i68Z. zuerst herausgegeben, das man hernach, wegenfeines ausnehmenden Nutzens, zu zweren malen wie.der aufgelegt hat. Dieser um seiner Vaterstadt sehrverdiente Mann hatte bey seiner letzten Rückreise vonWien das sonderbare Schicksal, daß er in Linz ver-storben , und daselbst ein solches Grabmaal in einerKirche bekommen, das feiner bis ans Ende gcäußer«ten evangelischen Religion offenbar widerspricht;wie der grundgelehrte Hamburgische Theologus,Johann Christoph U)olf***), deutlich erwiesen.
Von
*) Von beyden kann das Jöckcrische Gelehrten-Lexicon nachgesehen werden.
**) Dieß Wort ist in dem JäckerischeN gel. Lejricoausgelassen.
*** i I(i Conspectu sifppellectilis epistolicae et liferariaemanu exaratae, Hatnb. 1737- K. p. ICO,