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[Band 3.]
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des Hm. Paul Ernst Iablonski. 577

28. EXerC; d£ morte tragica imperatoris Ann-stafii Dicori resp. lob. E*ni. Iablonski. i ^44. 4 B.Daö Gedächtniß des Gerechten soll billig ,'m Segenerhalten werden. Man hat sich an dem KaiserAnaüallus Dicorus versündiget, daß man ihlii nachdeiy Tode einen so üblen Namen gemacht hat. Erregierte zu Constantinopel vom Jahre 491. bis 518,und ist, nach den Zeugnissen glaubwürdiger Geschicht-schreiber, ein löblicher Regent gewesen. Gleichwohlsoll er ein Widersacher und Verfolger der wahrenKirche gewesen seyn. Er soll die Evangelien ver-fälschet haben. Allein diese Lästerung hat Herr VOt\pseliilg in einer 1738+ herausgegebenen Schrift wi-derleget *). Er soll ein Manichäer, ein Eutychia-ner, ein Verfolger der Rechtgläubigen gewesen seyn.Allein, diese Ehre haben ihm die strengeren Recht-gläubigen blos deswegen angethan, weil er das He-noticoti seines Vorgängers Zenonis erhielt, und vonallen Geistlichen unterschrieben wissen wollte. DieMönche haben ihm einen erschrecklichen Tod ange-dichtet. Er soll vom Blitze erschlagen semu An-dere haben allerley wunderliche abergläubische Um-stände hinzugefüget. Allein, dos Gegentheil erhel-iet auS dem übereinstimmenden Zeugnisse der bestenund ältesten Geschichtschreiber, welche nichts davonmelden. Einige andere thun zwar dessen Meldung,aber blos als aus einem ungewissen Gerüchte, unddie, so diesem Gerüchte Glauben beymessen, kom-men in Erzählung der Umstände nicht überein, End-

lich

*) Dergl. 4 Th. 809 0 ;

Neu Gel, Europa XI Theil, 9 9