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[Band 3.]
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578 Geschichte

lief) an denen Orten, wo man solches am allererstenvermuthen sollte, findet man nichts davon. Dieganze Erzählung hat ihren Grund in einer, von denMönchen vorgegebenen, Offenbarung, und verrathden Betrug ganz deutlich.

2g. Di(s. periodica exhibens spicilegium breueobseruationum de epistola scripta Laodicea ad Co-laff.1V. 16. resp. Franc. Ti)coph. Grauer. 1746. z B.Die wahre Lesart ist, rtjr sk Aaohasias. Dieser, auSLaodicea geschriebene, Brief kann nicht ein Brief desApostels Pauli selbst gewesen seyn. Denn er war-noch nie zu Laovi'.ea gewesen, wie aus Colafs. 2, r.erhellet; wie auch daher, daß dieser von Laodiceageschriebene Brief nicht lange vor dem Brief Paulian die Colaffer muß geschrieben gewesen seyn, undzwar in der Gefangenschaft Pauli zu Rom, etwanim Jahre 62, Paulus aber wenigstens fünf Jahrevorher in denen dortigen Gegenden keinen Fuß ge-habt hatte. Man kann mithin weder den Brief anPhilemon, Noch den ersten an Timotheum verstehen,noch auch den Brief an die Epheser. Ee ist auchweder Johannes, noch ein anderer Apostel, der Ver-fasset dieses DriefeS. Sondern es ist wahrschein,lich, daß ein solcher Brief gemeyner werde, welchendie Lehrer der laodicenischen Gemeine an die colassi.schen Bischöffe geschrieben hatten. Eine Secte, wel.che die orientalische Philosophie mit der christlichenLehre itveins tu schmelzen trachtete, breitete sich inPhrygien stark aus. Verschiedene benachbarte Vor-steher der Gemeinen versammleten sich zu Laodicea,

» und