626
Geschichte
durch Vorlesungen über die WeltwelShekt, in derhebräischen Spruche und über die Kunst zu predigen,nützlich zu seyn trachtete. Nicht weniger disputirteer kurz darauf als Präses, de pathologia sacra.Seine Gaben und Geschicklichkeit bewogen den Ma-gistrat, ihn 1724. zum Prediger den der Gemeinezu St. Marien vorzuschlagen. Allein die Vorse-hung hatte ihn für eine andere" Gemeine bestimmt,und er ward des folgenden Jahres 172;. zum See!-forger der Gemeine zu St. Nicolai berufen, unddem 28sten August feyerlich bey derselben eingeführt.Nachdem er hernach, so wohl zu St. Petri, als zuSt. Mariä, von dem Magistrat als pastor prima-rius auf die Wahl war gebracht worden, ward ihm1730 , da zur Ehre des Jubiläi der augspurgischenConfessio» , drey neue Professores angestellt wurden,die Profession der Sittenlehre aufgetragen; welchebis dahin der Herr Doctor Manzel mit Ruhm be-kleidet hatte. Er ward den 27 Julius von demHerrn Doctor Aepinus, als Rector Magnificus,mit allen Feyerlichkeicen eingeführet, und bewies inseiner öffentlichen Antrittsrede, quod plus laudan-dus sit Zelus b. Lutheri, quam lenitas Philippi Me-lanchthonis. Im Jahre 1736. erwarb er sich die höch-ste Würde in der GotteSgelahrtheit, und hielt des-wegen den 16 Ock. seine Jnauguraldisputation, deangelorum lapsorum ex inferno per Christum nonsperanda restitutione ad Hehr. II. 16; wozu derHerr Doctor Aepinus als Rector Magnificus miteinem Programmate einlud, worinn er etwas vondem so genannten ewigen Evangelio beybringet, und
insbe-