Band 
[Band 4.]
Seite
50
JPEG-Download
 

5o Geschichte

vollends schwachen. Man wird urtheilen können,was davon zu halten sey; theils aus dem kurzenAuszuge, den wir sogleich davon geben wollen;theils aus den Antworten des Herrn Aönig, de-ren Jnnhalt man gleichfalls hier finden wird, umdie Wagschaale in ihrem Gleichgewichte zu erhal-ten, und der. Wahrheit, auf welcher Seite sichdieselbe befinde, wenn eö möglich ist, den Siegzu verschaffen.

Ist es wahrscheinlich, sagen die Gegner des Hrn.2\6mg, daß bey einem so weitläuftigcn Briefwcch.sel, als der Herr von Leibnirz unterhielt, diesergroße Mann sich nie gegen einen seiner Freunde,ausgenommen den einzigen Herrn Hermann, überden vortrefiichen Grundsatz von der kleinestenliVirkung erkläret haben sollte? Man weis diegenaue Freundschaft, welche er mit dem Hrn. "Jo*hann Bernoulli unterhielt, und daß er zum öfterngar lange Briefe, vornehmlich über Sachen ausder Dynamik, an ihn schrieb. Indessen findet manin diesem ganzen Briefwechsel nicht die geringsteAnzeige, woraus man abnehmen könnte, daß er da-maliger Zeit einmal an diesen Grundsatz gedacht ha-be ; obschon in seinen Briefen verschiedene die le-bendigen Kräfte und die wahre Berechnung derWirkung betreffende Untersuchungen vorkommen.Sollte er denn einem Freunde, dem er nichts vonalle dem. so seine neue Theorie der lebendigenKrälte bestärken, und ihren ausgestreckten Nutzendarthun konnte, verborgen hielt, sollte er dem aus

. diesem