Des Herrn Samuel König. 69
habe? er sagt: von dem verstorbnen Henzi. Willman diesen Brief sehen; so zeig« er eine Ab.schrift desselben. Ersuchet man ihn zu sagen, ober daö Original besihe, oder ob er wisse, wo sol»chessey? so bezeuget er das Gegentheil. Bereit,willig dcnenjenigen, welche ihm solche Fragenthun, eine Gefälligkeit zu erzeigen, verspricht erihnen, 'das Original, so sie begehren, aufzusuchen.Er suchet, er lässet darnach suchen. Allein dasOriginal findet sich nirgends. Man dringet inihn; er bittet sich Zeit aus. Endlich, durch un.abläßiges Fragen aufs Aeußcrste getrieben , giebter den Fragenden die Wahl, ihm auf sein Ehren»wort zu glauben, oder selbst in PlutonS Reich zugehen, und den unglücklichen Henzi zu befragen,was aus dem elenden Briefe, dessen Verlust einso wütendes Ungewitter wider ihn erreget, ge.worden sey. (Mir dünkt gleichwohl, Herr Aönighätte sich, ohne Vorzeigung des Originals, recht-fertigen können, wenn er den Brief des Henzi,welchen er ihm, bey Übersendung der Abschriftdeö leibniHischen Briefs, geschrieben, aufgezeigethätte. Sollte dieser Brief des Henzi auch vcr-lohren gegangen seyn?)
Die zwey und zwanzig Mitglieder der Akade.mie, welche den Herrn Aönig verurtheilt hoben,hatten alle in dieser Sache Richter seyn können,wenn sie blos solche einfältige Fragen betroffen hak. .de. Allein, sie haben über Sachen eine Entschci-düng gethan, welche sie, wie er meynet, wederRecht noch Verstand zu beurtheilen haben. Durch
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