142
Geschichte
den siehet man hin und wieder philosophische undmathematische Sähe mit Kreide geschrieben. Jaeiner Ecke zur Rechten, zwischen dem Ehebette,der Mieze und dem Fenster, machen drey aus vierLacten geschlagene große Breter die Studiertafel.Eine eben so lange dienet zum Pulk, und es fandensich einige Papiere darauf, welche einige Auszügeaus Büchern, Rechnungen, mathematische Figurenu. s. w. enthielten. Etwan dreyßig alt angekaufte,doch in gutem Stande erhaltene, Bücher stehen inOrdnung auf zween an der Wand befestigten Bre.kern. Zween schlechte Zirkel, ein Liniat, ein Hölzer,nes Winkelmaß, zween Weltkugeln von sechs Zoll,Dieß ist das in der That sehenswerthe und ehrwür.dige Museum des gelehrten Ludervig.
Dieser Anblick brachte den Hrn. Hofmann aufdie natürlichen Gedanken, daß man, um ein wah.rer Gelehrer zu werden, die Beyhülfe so vielerBücher, als man wohl mcynet, nicht nöthig habe.Er schlug dem Hrn. Huömntj vor, eine Rededarüber aufzusetzen. Er hat eö gethan, und dieserzu Ende der Schrift befindliche Aufsatz ist in seinerArt ein Meisterstück. Die Weltweisheit und dieBeredsamkeit sind sehr glücklich darinn verbunden,und man würde den berühmtesten SchriftstellernTrotz bieten können, es besser zu machen.
Doch wir wollen zur Lebensgeschichte unsersgelehrten Bauren selbst näher übergehen, und sol.che nach der Ordnung der Zeit, sowohl aus derHofmannischen, als seiner eignen, welche dieser an.
gehän.