des Herrn Johann Ludewig. 147
kam er von der Addition bis in die Regel de Trkmit Brüchen. Mit einem andern schwereren Re-chenbuche, welches er darauf vornahm, und wor-aus er die schwcrcsten Aufgaben lernte, ward erum Ostern 1739 stetig.
Durch einen besondern Zufall geschahe es, daßer kurz darauf in einem Buchladcn die Geometriedesselben Verfassers, dessen Rechenkunst er gehabthakte, nämlich pefchccks. an sich kaufte, indemihm der Buchführer den Nutzen desselben zur Er-weiterung seiner Erkänntniß anpries. Er begabsich also an dieß neue Studium. Doch der Anfanggefiel ihm nicht; er fand in der Theorie zu vielSchwierigkeit, und, da er den Nutzen der Praxisnicht einsähe, legte er sein geometrisches Buch, zu-mal er sich damals sehr beschäfftiget fand, auf dieSeite. Gleichwohl, da ihn der starke Winter desJahres 1740 lange Zeit feines Hauste zu hüten nö-thigte, nahm er solches wieder vor, und, da er dievornehmsten Dinge besser faßte, schaffte er sich diehöchstnökhigsten Instrumente an, und zeichnete diezum Verstände der Theorie und ?roblemarum er-forderten Figuren auf das Papier. Dieß hieltihn bis in den Merz dieses Jahres beschäfftiget, underweckte bey ihm nicht weniger Freude über dasje-nige, so er gelernet hatte, als Verlangen, um nochmehr zu lernen.
Allein es fehlte ihm zu seinen Unternehmungenan dem Haupkmittcl, nämlich am Gelde, um sichneue Bücher und neue Instrumente anzuschaffen.
K 2 Seine