148 Geschichte
Seine Betreibsamkcit kam ihm in Ansehung derletztem zu Hülfe, und mit Hülfe eines Tischlers inseinem Dorfe verfertigte er diejenigen Stücke ausHolze, deren Abbildungen er in feinem Buche vor-fand, und stellte damit Erfahrungen an, welcheihm, gemeiniglich des Sonntags nach dem Gottes-dienste , zu einer angenehmen Befchäfftigung. undAusspannung dieneten. Als er an das Ende seinesBuches kam, fand er, daß der Verfasser eine Fort-setzung versprach, welche weit wichtigere Vorwürfeenthalten sollte, und worinn er insbesondre von demwichtigen Gebrauche der Tabularum ünuum Un-terricht geben würde. Als er auf der Michaelis-Messe Nachfrage that, ob diese Fortsetzung des pe-fchccks das Licht gesehen habe, antwortete manihm mit Nein, bot ihm aber andere eben so guteWerke an. Er nahm derselben drey, welche er zu-sammen einbinden ließ, und sehte seine Studienin guter Ordnung und mit glücklichem Erfolge fort,dergestalt, daß er, nachdem er sich in der Trigono-metrie vollkommen festgesetzet, eine große Begierde,die Astronomie zu erlernen, empfand, eine Einlei-tung zu derselben zu Dresden kaufte, und dieseneue Bahn ohne Aufschub muthig betrat, und dar-in» fortgieng. Die Mittel und Bemühungen, wel-che unser gelehrte Bauer anwenden mußte, umden Himmel kennen zu lernen, machen ihn einemRobinson gleich, welcher allein in seiner Insel er-fand, waö ihm zum Unterhalt und zu einigen Ge.mächlichkeiten seines Lebens dienlich seyn konnte.
Dar