Band 
[Band 4.]
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des Herrn von Premontval. 229

Gedichte» eine Art von Frühling geben, und gewissekurze, mannigfaltige und biegsame Wendungender Rede, Gedanken, Schlüsse, Anmerkungen miteinander zu verbinden. So lange bloß scholastischeKöpfe sich der Sprache bedient hätten. war derbessere Geist gezwungen, entweder auch so einförmig,so meitläuftig, wie sie, und fast überall einem for-mellen syllogismo ähnlich zu schreiben; oder erwar eben deshalb tadelhaft, weil er zu sehr von derMode der Sprache abgieng, die sich auch wohl z»»andern Wendungen noch nicht schickte. Wegen derFabel verfährt er auch mit den alten Dichtern härter,als wir thun möchten. Die Bibel selbst, hat einigeMythologie für ihre Poeten. Doch wieder aufdie Hauptsache zu kommen, so behauptet er, daßunsere allerbesten Schriftsteller nicht einmal dieUnsterblichkeit, die die Griechen und Römer erhal-ten haben, von einem abermaligen Zufalle erwartendürfen. Sie bleibt das Eigenthum der mit derchristlichen Religion verewigten Griechen und La-teiner : der Alten, die schon alle Plähe eingenom-men haben, und classisch bleiben werden. Erwirst endlich die Frage auf: wer unter allen Römernder bekannteste (le plus lämeux) sey? Dieß zu er-rathen , schien uns bey der gegebenen Beschreibunggleich anfangs leicht: und wir fanden mit Ver-gnügen, daß wir seine Meynung getroffen hatten.Es ist Pontius Pilatus. Ueber diese Kleinigkeitmacht er ausgesuchte und lebhafte Anmerkungen:welchen, wie den übrigen, wir in einem Aukzugenicht den zehnten Theil ihres Rechts widerfahren

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