2jo Geschichte
lassen können. Was so viel Römer mit Verschwen-dung ihres Vermögens vergeblich suchten, erlangtedieser in einer Bedienung von mittelmäßigem Range,von ohngefähr, in einer Handlung von wenigStunden. Sein Name wird zwar nicht mit tobegenannt: allein das sucht oft der Leid nicht; undvon Pilato urtheilt die Nachwelt nocmhar glimpflich.Welche Demüthigung für die Unsterblichkeit desNamens ! Pilatus hatte das Glück, gerade dieStunden zu erleben, von denen alle Ewigkeit allergriechischen und römischen Namen abhänget r wiedemüthigend ist auch dieß für die starken Geister,die die Religion verlachen , um Nachruhm zu er-langen? S. 164. bis az6. wird behauptet, daßes nicht wider das Gewissen, nicht wider unserePflicht gegen die heiligsten Wahrheiten streite, ihreunrichtigen Beweise zu entkräften, und Zweifelwider dieselben, die wir noch nicht lösen können,bekaimt zu machen. Eine Wahrheit kann mirgewiß seyn, ob ich gleich diese und jene Zweifel da-gegen nicht heben kann: selbst die Mathematikgiebt Beyspiele davon. Die Entdeckung solcherZweifel giebt nicht bloß zur Lösung derselben, son.dern auch gemeiniglich zu neuen EntdeckungenAnlaß. Sie verursacht keine neue Gefahr«, sondernmacht nur die vorhandene auf die beste Weisebekannt. Es ist der Religion zuträglich, wenndie bisher unbekannten Zweifel dawider nicht zuerstvon ihren Feinden, sondern von ihren Priesternbekannt gemacht werden. Der Einwurf der un-redlichen Vertheidigung, und der Vorwurf, daß