Band 
[Band 4.]
Seite
269
JPEG-Download
 

dekHrn. v.Maupert.nlitHrn.König. 269

an ein Mitglied derAkademie zu Berlin, zuSchan.den gemacht; er war darinnen entlarvt, und konntedie schändlichen Dinge, welche darinn entdeckt wur-den, nicht langer laugnen. Anstatt sich stille zuhalten, und eine gnädige Vergebung des Monarchenzu erwarten, griff Voltaire den Herrn von H7.aufs neue an, und, um die wider ihn aufgesetzteSchmähschrift zum Drucke zu befördern, bedienteer sich dazu der Erlaubniß, so ihm Jhro Majestätlange vorher zu einem andern Werke gegeben hatten.Denn da Höchstdenenselben die Frechheit deß Dich-ters nicht unbekannt war, hatten Sie verbothen,ohne höchsteigenhändig gezeichnete Erlaubniß etwasvon ihm in die Preffe zu nehmen. Der Buchdruckerhalte einige Schwierigkeit gemacht. Allein Voltairedrohte ihm und betrog ihn. Der Doctor Akakiakam zum Vorschein. Voltaire hatte sich allerExemplare desselben bemächtiget, und als ihm derHerr von Lrcdersdorf solche im Namen des Kö.nigs abforderte, laugncte er alles. Man nahmdie Aussage des Druckers und des Secretarii desVoltaire auf. Sie beschworen solche alle beyde.Hierauf zeigte der Herr von Lrcdersdorf die un-terzeichnete Schrift den, Voltaire, welcher fortfuhrzu laugnen, und dasjenige, wessen er schuldig war,nicht eher mit erblaßtem Angesichts bekannte, alsbis er mit Strafe war bedrohet worden. Dieherausgegebenen Exemplare wurden ins Feuer ge.worfen, man glaubte Voltaire würde endlichschweigen, und derHerrv.LV. welcher aufs äußerstekrank lag, erhielt aus Jhro Majestät eigenem Munde

S z die