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[Band 4.]
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344 Geschichte

muntern und feurigen Geist unsers Herrn Magi-sters noch mehr. Es.wachte in Gundlings undeines gelehrten Nümbergers, des Licemiaten,Sam. Laders, der beyni Gnndling im Hauseund einer der treusten Freunde Deinlcins war,in dieser Gesellschaft, die Liebe zu den schönen Wis-senschasten auf, welche durch die vortrestichenNa-rurgaben des Sel. schon gegründet war, und durchdie immer vollkommner gemachte Kenntniß derfranzösischen und italiänischen Sprache befördertwurde. Der Herr Magister Dcinlein erbte auchvon Gundlingen die Liebe zur gelehrten Geschich-te, und er bediente sich, so lange er in Halle war,des seltnen Büchervorraths seines Lehrers mit gros-sem Nutzen. Mit einem Wort: Halle und Gund-lmg machte ihn vollends gar zu dem Manne, derdadurch groß ist, weil er die Philologie, Welt-weisheit und Rechtsgelehrsamkeit niemals trennet,sondern auf die beste Art zum Nutzen des Staa-teö und zum Vergnügen aller gelehrten Mitbürgerzu verbinden weiß.

Von Halle aus trat er eine Reise durch dievornehmsten Provinzen DeukstblandeS an. Eskömmt nicht auf die Zeit und Kosten an, die wirmit unsern Reisen verschwenden, um die wahre Ab-ficht derselben zu erreicheit. Ein aufmerksamer Kopfkann in kurzer Zeit die Sitten, Gewohnheiten, Tu-genden und Vorzüge der Völker kennen lernen: undunser Herr Magister Dcinlein dachte nicht nur ebenso: sondern er war auch der aufmerksame Kopf,der sich eine kurze Reise beßer zu Nutz machen konnte,