348 Geschichte
Hat c 6 sich zuvor mit seiner Beförderung <im1öffentlichen Lehramts nach den damaligen Umstän-den der Universität etwas verzogen, so wollte dieVorsehung und das Glück ihn nunmehr in den Eh-renämtern desto schleuniger fortrücken lasten. Gleichim folgenden 17^'ften Jahre wurde ihm die profes-sio logices aufgetragen, und er zugleich als Profes-sor Juris Ordinarios in den Senatum Academicumaufgenommen. 1738 bekam er Professionem Pan-dectarum nebst der avsehnlichen Würde eines Con-siliarii lüusir. Reipubüca: Norimbergensis, und end-lich 1743 Professionem Codicis & Juris Canonici,und zugleich das Seniorat in dem Ordire ICtorum.Zwischen dieser Seit, wurde er als ein Ehrenmit-glied in die deutsche Gesellschaft zu Leipzig aufgeenommen. Seine Liebe zur Dichtkunst und deut-schen Sprache, die Fertigkeit, das Reine und Flüs-sige/ welches ihm in benden eigen war, der Cha-racter eines schönen Geistes, welcher sein Bild zierte,die große Belescnheit in den feinsten und witzigstenWerken der alten und neuen Zeiten, und überhauptdie Stärke in den nützlichen Wissenschaften, welchedie Franzosen belles Iettres nennen, machten ihnFieser Aufnahme würdig. Eö wurde auch von sei-nen gar vielen und vortrefflichen Gedichten eines indem dritten Theile der eignen Schriften und Ueber-seßungen der Leipziger Gesellschaft eingerücket. Jaer hat sich zur Beschämung anderer zur Ehre ge-macht, um daö Schöne, um die Poesie und um feintMuttersprache verdient zu seyn.
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